Die Thesta-Distatica
 Auf den Spuren einer Legende

Diesen Artikel habe ich für das NET-Journal geschrieben und er ist in der Ausgabe 5/6 2005 erschienen. Zum Grossteil sind es Auszüge aus dem Buch "Grundlagen und Praxis der Freien Energie". Der Artikel soll einen kurzen Überblick über unsere Interpretation der Thesta-Distatica geben, die im Buch ausführlich vorgestellt wird.
Seit über 20 Jahren sorgt die berühmte Thesta-Distatica, oder kurz Testatika genannt, der Schweizer Gemeinschaft Methernitha  in der Welt der Freien Energieforscher für Aufsehen. Das Gerät ist eine Weiterentwicklung der Influenzmaschinen und soll je nach Baugröße zwischen 300 Watt und mehreren Kilowatt an Strom abgeben. Die Thesta-Distatica besticht durch ihren einfachen Aufbau, sie besteht im Wesentlichen nur aus zwei gegenläufigen Scheiben aus Plexiglas und einigen elektrischen Schaltkreisen. Sie setzt damit bis heute den Top-Standard für Freie Energiekonverter.

300W Modell   3kW Modell
Von dem Schweizer Uhrmacher und Gründer der Methernitha, Paul Baumann, in mehreren Entwicklungsschritten und Prototypen erbaut, ist die Thesta-Distatica bis heute immer noch ein physikalisches Rätsel geblieben und ihre Funktion mit den anerkannten Thesen nicht erklärbar. Alle Nachbauversuche scheiterten bisher an einem klaren Verständnis ihrer Funktionsweise.

Ein Perpetuum Mobile ?
Nach eigener Beschreibung der Methernitha ist die Thesta-Distatica ein Gerät, mit dem sogenannte Freie Energie nutzbar gemacht wird. Die eigentliche Quelle der Energie bleibt damit aber nach wie vor im Dunklen, was bei Physikern leicht den Eindruck einer von selbst arbeitenden Maschine – eines Perpetuum Mobiles erweckt.
Ein solches kann es nach dem 1. Hauptsatz der Wärmelehre - dem Satz von der Erhaltung der Energie - nicht geben. Wie wir aus den alltäglichen Erfahrungen wissen, kann eine Energienutzung im Endeffekt immer nur eine Umwandlung einer Energieform in eine andere sein.
Die Existenz eines Perpetuum Mobiles würde alle bisherigen Anstrengungen der Physik zunichte machen, Energiequellen zu erschließen.

Aus klassischer Sicht erscheint es daher sinnlos, sich mit solchen Geräten zu beschäftigen, weil die Gesetze der Energieerhaltung eine völlig freie Energienutzung verbieten. Dabei unterstellt die Physik allerdings, dass sie schon alle möglichen Energiequellen kennt und erschlossen hat, denn nur dann hat diese Aussage ihre Berechtigung. Unbekannte Energiequellen werden naturgemäß nicht ins Kalkül gezogen, wenn solche genutzt werden, mag es wohl so aussehen, als komme die Energie aus dem Nichts, doch wenn der Energieerhaltungssatz entsprechend auf die neuen Energiequellen ausgeweitet wird, ist alles wieder im Rahmen der anerkannten Modelle erklärbar. Der Ausdruck „Freie Energie“ ist aus dieser Sicht etwas unglücklich gewählt und sollte eigentlich „Unbekannte Energie“ oder besser noch „Unentdeckte Energie“ lauten.

Unter dieser Betrachtung müsste die Thesta-Distatica eigentlich wieder in den Blickpunkt der Physik rücken, denn es wäre gut möglich, dass sie eine neuartige Energiequelle erschließt, die bis dato der Aufmerksamkeit der Physiker entgangen ist.

Nutzung ungerichteter Energie
Die Erschließung von unkonventionellen Energiequellen ist schon sehr alt. 1853 baute der Österreicher, Peter Ritter von Rittinger, in der Saline Ebensee die erste Wärmepumpe. Sie demonstriert in eindrucksvoller Weise, wie die überall vorhandene, aber aufgrund des zu geringen Temperaturpotentials nicht direkt nutzbare Umgebungswärme z.B. zum Heizen eines Hauses benutzt werden kann, was erst in jüngster Zeit eine weite Verbreitung fand.
Eine solche Energiegewinnung ist mit einem Freien Energie Prozess zu vergleichen. Es erfolgt ein Zugriff auf potentiallose, ungerichtete Energiefelder, die entsprechend verdichtet auf ein verwertbares Niveau gebracht werden und bei der anschließenden Nutzung wieder vollständig an die Umgebung zurückgegeben werden.
Einem solchen geschlossenen Energiekreislauf steht der Energieerhaltungssatz nicht im Wege. Dennoch verbietet der 2. Hauptsatz der Wärmelehre die völlig freie Nutzung, ohne Aufwendung von zusätzlicher Energie. Das führte dazu, dass bisher alle Wärmepumpen immer noch externe Energie benötigen, obwohl die gepumpte Wärmemenge mehrfach für ihren eigenen Antrieb ausreichen würde.

Der 2. Hauptsatz ist ein reiner Erfahrungssatz und leuchtet in seiner Argumentation auch nicht so unmittelbar ein, wie der Energieerhaltungssatz. Als Begründung wird die Tatsache herangezogen, dass, ohne entsprechendes Temperaturgefälle keine Umwandlung der Energie möglich ist, obwohl sie in jedem Fall latent vorhanden wäre.
Dabei wird aber vergessen, dass selbst ein nach außen hin potentiallos wirkendes Energiefeld in seiner Quantenauflösung immer gewisse Potentiale enthält. Im Falle der Umgebungstemperatur sind das die statistisch verteilten Geschwindigkeiten der Luftmoleküle, was bedeutet, dass es auch ohne Temperaturgefälle immer schnellere und langsamere Moleküle gibt. Diese stellen selbst unter der Anwendung des 2. Hauptsatzes ein Potential da, das genutzt werden kann.
Das Ziel der Wärmepumpenentwicklung sollte daher sein, kleinste, innere Potentiale des thermischen Rauschens in nutzbare Energie zu verwandeln, um dadurch auf einen externen Antrieb verzichten zu können.

Das Hintergrundrauschen
Im Falle der Thesta-Distatica stellt sich die Frage, welches Grundpotential für die Auskopplung von Freier, elektrischer Energie verwendet werden muss. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Thesta-Distatica eine analoge, elektromagnetische „Wärmepumpe“ ist, die über elektrische Felder den  Zugriff, auf feinste Potentialdifferenzen, wie sie etwa durch das elektromagnetische Hintergrundrauschen entstehen, herstellt.

Letzteres ist erst in jüngster Zeit wieder in den Fokus der alternativen Forschung gerückt. Es scheint das lang gesuchte Bindeglied zwischen der esoterischen und technischen Ebene zu sein. So konnte in Versuchen der Universität Princeton in den USA gezeigt werden, das an verschiedenen Punkten der Welt, das Rauschsignal einer Diode signifikante Ähnlichkeiten aufweist, wenn große Ereignisse die Weltbevölkerung bewegen. Das was in der Esoterik als morphogenetisches Feld bekannt ist, konnte so erstmals auch technisch nachgewiesen werden.
In der Global Scaling Theorie von Hartmut Müller  wird versucht, harmonische Elemente im Hintergrundrauschen zu finden und diese für eine elektrosmogfreie Kommunikation (G-Com® Technik) zu nutzen.
Für die Energieforschung ist es daher ebenso wichtig, sich näher mit Rauschprozessen zu beschäftigen, die bislang als rein zufällig gegoltenen haben, denn neue Theorien über das kosmische Trägerfeld  lassen vermuten, dass darüber eine Energiekopplung zu anderen Dimensionen möglich sein könnte.

Elektrostatik
Hohe Spannung
Der erste Eindruck bei der Betrachtung der Thesta-Distatica erinnert stark an elektrostatische Maschinen, wie sie bereits zur Jahrhundertwende gebaut wurden.
So sind die meisten Analysen ihres Funktionsprinzips bisher immer von einem rein elektrostatischen System ausgegangen. Das ist aber mit einem wichtigen Merkmal der Thesta-Distatica nicht zu vereinbaren. Sie verwirklicht eine völlig berührungslose Energieübertragung von den Scheiben über gitterförmige Elektroden, welche die Methernitha als Taster bezeichnen.

Wie mit einfachen Versuchen an einem Elektroskop gezeigt werden kann, ist es ohne ableitende Berührung nicht möglich, eine statische Spannung aufzubauen. Dieses grundlegende Influenzprinzip findet sich in fast allen elektrostatischen Generatoren und äußert sich bei der klassischen Influenzmaschine in Form der überkreuzt verlaufenden Neutralisationsbürsten.
Diese fehlen aber auf der Thesta-Distatica und die logische Konsequenz daraus ist, dass sie nicht mit reiner Elektrostatik arbeiten kann.

Wie wir aus der herkömmlichen, magnetischen Antriebstechnik wissen, hat der von Nikola Tesla eingeführte Wechsel- und Drehstrom über seine rein induktive und daher ebenfalls berührungslose Energieübertragung eine Revolution in der Entwicklung von Motoren und Generatoren ausgelöst. In der Elektrostatik ist eine solche bislang ausgeblieben. Vor allem die völlig kontaktlose Übertragung der Leistung zum Rotor, die hier analog dann auf kapazitivem Wege erfolgen muss, fand nie Verwendung.

Elektrostatische Drehfelder
Wechsel- und Drehspannung in Verbindung mit der Elektrostatik führen uns zu einem völlig neuen Konzept von elektrostatischen Drehfeldmaschinen.
Um der Funktion der Thesta-Distatica näher zu rücken, ist es notwendig, erst einmal zu zeigen, wie mittels kapazitiver gekoppelter Wechselspannungen ein Drehfeld für den Betrieb einer Scheibe übertragen werden kann.


Hierzu der Aufbau eines solchen elektrostatischen Asynchronmotors. Der Unterschied zu herkömmlichen elektrostatischen Motoren ist so markant, dass er sogar hörbar wird. Ein solcher Motor läuft fast lautlos und völlig frei von zischenden, oder knisternden Sprühentladungen, was für elektrostatische Maschinen total untypisch ist.

Ein ähnliches Verhalten könnte man auch der Thesta-Distatica unterstellen, denn es ist zumindest nie von elektrostatischen Geräuschen während der Demonstrationen berichtet worden.
Elektrostatische Systeme können vollständig ohne Verwendung von verlustbehafteten Eisen aufgebaut werden und eröffnen so einen wesentlich höheren Frequenzbereich.

Hochfrequenz
Die Hochfrequenztechnik liefert über kapazitiv gekoppelte Systeme einen Lösungsansatz zur Realisierung wesentlich höherer Leistungen, wie sie in der Elektrostatik nicht erreicht werden können und was mit ein Grund ist, warum sich elektrostatische Maschinen bisher in der Technik nicht durchsetzen konnten.


Hierzu den Aufbau eines kapazitiv gekoppelten Teslatrafos, über den große Energiemengen berührungslos von der Spule zum Gitter übertragen werden können.
Schwingkreise, als wesentlicher Bestandteil von Hochfrequenzsystemen, bieten zusätzlich eine Energiebilanz die in der Natur einzigartig ist. In einem schwingenden System kann eine Energieform zu nahezu 100% in eine andere verwandelt werden, was nicht unbedingt ein üblicher Vorgang ist. Denken sie z.B. an die Wärmetechnik. Zwischen zwei Körpern mit unterschiedlicher Temperatur kann nur solange ein Energiefluss stattfinden, bis sich die Temperatur der Körper angeglichen hat. Ein Schwingkreis hingegen schafft, es auch noch den verbleibenden Rest auf den anderen Körper zu transferieren.
So ist es nur einleuchtend, warum die Thesta-Distatica mit Schwingkreiselementen arbeitet. Wenn über hohe Spannungen und hohe Frequenzen der Zugriff auf ungerichtete Felder, wie etwa das elektromagnetische Hintergrundrauchen erfolgt, kann ein Schwingkreis dann sehr effektiv diese Energien umformen.

Ausblick
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Thesta-Distatica zwei grundlegende Prinzipien, nämlich Elektrostatik und Hochfrequenz miteinander in Beziehung bringt, die sich naturgemäß ergänzen in der Technik aber bisher immer getrennt behandelt wurden.
Der Gedanke, dass es sich um eine völlig autonom arbeitende Maschine handelt, muss unter dem Gesichtspunkt der Nutzung ungerichteter Energiefelder wohl aufgegeben werden. So fortschrittlich jegliche Art von neuer Energietechnologie auch anmuten mag, sie muss sich dennoch an gewissen Grundgesetzen, wie z.B. der Erhaltung der Gesamtenergie im Universum orientieren.

Damit ist auch klar, dass die gewonnene Energie letztendlich irgendwo fehlen wird und in diesem Sinne auch nicht frei ist. Wenn nach einem Durchbruch auf diesem Sektor dann plötzlich Geräte in großer Zahl zur Verfügung stehen, stellt sich die Frage nach der Verantwortung, die wir im Umgang mit der neuen Technologie haben.

Wie bei jeder anderen Energietechnologie auch, wird es hierbei Nebenwirkungen geben, die sicher nicht zu unterschätzen sind und die weit bedrohlichere Ausmaße annehmen könnten, als alle bisherigen Energietechnologien. Damit nicht die gleichen schlimmen Fehler noch einmal begangen werden, die derzeit unseren Planeten so belasten, sollte sich jeder einmal überlegen, wie sorgsam er mit einem sehr kostbaren Gut im Universum - der Energie - umgeht.


Ing. Harald Chmela, April 2005

Info zum Buch
Eine ausführliche Beschreibung der Theorie der Thesta-Distatica sowie die dazugehörigen Experimente finden sie in diesem Buch. Nähere Informationen zum Buch.
Titel: Grundlagen und Praxis der Freien Energie
Alternative Theorien und interessante Experimente
Autoren: Harald Chmela und Wolfgang Wiedergut
Verlag: Erschienen im August 2004 im Franzis Verlag
ISBN Nr.: 3-7723-4400-3

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