Prinzipversuch zur Testatika

Für alle die nicht wissen, was die Testatika ist zunächst einmal eine kurze Einführung.
Die Testatika oder Thesta-Distatica ist eine Freie-Energiemaschine, die von der religiösen Gruppe Methernitha in Linden in der Schweiz entwickelt wurde.
Diese Geräte sehen einer Wimshurstmaschine sehr ähnlich und liefern je nach Baugröße zwischen 200W und 7,5kW an Freier Energie auf einem nutzbaren Spannungsniveau von 130 bis 320V.
Ihre Funktionsweise konnte bis heute nicht erklärt werden und soweit mir bekannt ist gelang auch noch keine erfolgreiche Reproduktion.

Ein sehr interessanter Prinzipversuch zur Testatika ist von Herrn Hans Holzherr beschrieben und ist unter folgenden Links zu finden:

http://members.fortunecity.com/wasserauto/testatika.html#Prinzipversuch

Nach diesen doch sehr dürftigen Angaben habe ich versucht, dieses Experiment nachzubauen.

 Dieser doch recht einfache Aufbau besteht aus einem drehbar gelagerten Balken und aus zwei stationären Blöcken aus Plexiglas. Der Balken ist mit Lochblechen von verschiedener Größe überzogen und auch zwischen den Platten der feststehenden Teile befinden sich Lagen aus Drahtnetzen.
Die Gitterstrukturen scheinen ja bei der Testatika eine wesentliche Rolle zu spielen. Selbst Paul Baumann, der Erfinder der Testatika sagte, dass dieser Prinzipversuch nur mit Gittern funktioniert. Daher erscheint mir dieser Versuch auch so wichtig.

 Der feststehende Teil besteht aus zwei Blöcken, die abwechseln auf einer Lage Messingnetz und einer Plexiglasplatte geschichtet sind. Insgesamt sind 5 Plexiglasplatten pro Block vorhanden, wobei jeweils auch die oberste und unterste Platte mit Gitternetz überzogen ist. Von der untersten Lage Gitternetz führt von jedem Block je ein Draht zu einer der zwei Ausgangsklemmen. In der Mitte sind auf der feststehenden Welle die beiden Lager zur Aufnahme des Balkens angebracht.
 
Grundplatte 350x160mm, 5mm dick
5 Plexiglasplatten je Block 60x90 mm, 3mm dick
6 Lagen Messing Netz je Block 60x90mm, Drahtdurchmesser 0,3mm
Kondensator an den Ausgangsklemmen Elko 220µF / 100V
2 Lager  ID: 6mm AD: 19mm
Welle 8mm Durchmesser, 40mm lang, 10mm langen 6mm Ansatz

Zur Wahl der Kondensatorgröße

Im Bericht steht, dass es nach dem Kurzschluss der geladenen Kondensatoren einen lauten Knall gab. Daraus kann man in etwa auf die verwendete Kapazität schließen. Ich habe herausgefunden, dass ein Knall bei 60V erst ab einer Kapazität von ca. 200µF möglich ist. D.h. es sind Elkos hoher Kapazität nötig, die natürlich auch schon eine ganz schöne Menge an Energie speichern. 220µF bei 60V bringen ein 60V/5W Lämpchen zum kurzen aufblitzen. Nimmt man noch größere Elkos z.B. 2200µF, dann leuchtet es schon einige Sekunden lang.
Das zeigt sehr deutlich, dass bei diesem Prinzipversuch keine elektrostatische Spannung, sondern große Mengen an nutzbarer Energie auf niedrigem Spannungsniveau erzeugt werden. Die Annahme des Autors Hans Holzherr, dass dieses Experiment nur ein ganz normaler elektrostatischer Effekt ist, kann daher nur falsch sein. Das ist mehr das Verhalten eines elektromagnetischen Generators, als einer elektrostatischen Maschine !
 

 Der bewegliche Balken ist auf der Unterseite mit zwei Stück Aluminiumlochblech überzogen, welches an beiden Enden um die Kante des Balkens gebogen ist. Auf der Oberseite befinden sich über diesen Blechen zwei Segmente aus Stahllochblech. An den beiden Enden des Balkens ist auf die Unterseite (auf das AL-Gitter)  je eine Plexiglasplatte geklebt, welche auf ihrer Unterseite mit Messingmaschendraht überzogen ist. In der Mitte befindet sich die Bohrung für die Aufnahme der beiden Lager, die mit zwei Wurmschrauben geklemmt werden.
 
Balken 270x45mm, 10mm dick, 16mm Bohrung in der Mitte
2 Plexiglasplatten 60x90 mm, 3mm dick
2 Lagen Messing Netz 60x90mm, Drahtdurchmesser 0,3mm
2 Lagen Aluminium Gitter 140x45mm, 0,8mm dick, bei 20mm aufgebogen
Lochdurchmesser 2mm, Lochabstand 4mm
2 Segmente Eisengitter 105mm lang, verlaufend von 40mm auf 10mm
Lochgröße 5mm quadratisch Lochabstand 7mm

Laut Bericht muss der Balken zur Stromerzeugung etwa 10 mal hin und her gedreht werden (also keine vollständige Umdrehung) . Danach soll sich der Kondensator auf ca. 60V aufgeladen haben. Dieser Effekt konnte bei diesem Modell nicht festgestellt werden. Es konnte keinerlei Aufladung während der Bewegung des Balkens gemessen werden. Achtung: Elkos bauen immer eine Geringe Spannung (meist so um di 0,3V) durch eine elektrochemische Reaktion des Elektrolyts auf.
Auch eine Aufladung des Elkos auf 30V und anschließendes Bewegen des Balkens ergab keine Änderung der Spannung.

Weiters wurde der Kondensator entfernt und versucht ohne Messgerät eine elektrostatische Spannung aufzubauen. Das ist auch nicht möglich, könnte aber auf die schlechten elektrostatischen Eigenschaften des verwendeten Epoxy-Klebers zurückzuführen sein. Bei einer Aufladung des Ausganges mit einer Wimshurstmaschine bleibt die Ladung nur wenige Sekunden lang erhalten. Dabei ist keinerlei mechanische Reaktion des Balkens zu beobachten. Die vielen Lagen Gitter teilen die Spannung offenbar wie bei der Serienschaltung von Kondensatoren herunter. Aber gerade dieser Effekt könnte der Schlüssel zur Funktionsweise sein.

Doch ein anderer Versuchsaufbau ?

Lange nachdem ich diesen Versuch aufgebaut hatte, bekam ich ein Amateurvideo (Mitschrift)  zu sehen, wo zwei Deutsche zu Besuch in der Werkstatt der Methernitha sind. Ihr Interesse richtet sich hauptsächlich auf die beiden großen Maschinen. Kurz wird auch auf einen in der Werkstatt herumstehenden Prinzipversuch eingegangen. Die beiden Bilder sind aus dem Video herausgeschnitten und leider etwas mäßig in der Qualität.

 Der Aufbau besteht im Wesentlichen aus zwei dieser Gitterkondensatoren, allein das zeigt schon wie wichtig sie für die Funktion sind. die Besucher bezeichnen sie immer als Leydner-Flaschen. Doch ich denke, darin steckt weitaus mehr als nur ein Kondensator. An beiden Gitterkondensatoren ist eine Art Führungsschiene angebracht, über der ein Arm rotiert, der ebenfalls mit Gitterblechen belegt sein dürfte. Auf der Vorderseite steht zwischen den Ausgangsklemmen noch ein Hufeisenmagnet, der sehr schlecht zu erkennen ist. Interessant ist noch, dass der Sockel außen ebenfalls mit Gitterbelch überzogen ist.

 Auf der Rückseite befinden sich keine weiteren Bauteile mehr. Es wird noch von einem Drehzahlfühler gesprochen, der vielleicht in Verbindung mit dem Hufeisenmagnet die Drehzahl des Balkens konstant halten soll. Lesen sie dazu auch die Mitschrift zu dem Video.

Vielleicht ist es dieser Versuch, der in der oben erwähnten Beschreibung gemeint war. Dann ist natürlich alles ganz anders und ohne zu wissen, das in den Gitterkondensatoren drinnen ist, wird es nicht gehen. Ich finde überhaupt, dass man zuerst versuchen sollte, so einen einfachen Aufbau zum Laufen zu bringen um dann erst mit dem Wissen über die Funktionsweise auf eine komplexere Maschine überzugehen. Es wird allgemein zu viel Wert auf eine fertige Maschine gelegt und das dahinter steckende Funktionsprinzip wird meist vergessen. Ich vergleiche das mal mit einem Asynchronmotor, bei dem es sehr schwierig ist, die Kraftwirkung des Stromes zu verstehen, während man es bei unserem Versuch zur EMK sofort sieht und auch versteht.

Abschließend noch meine Gedanken zur Funktion der Testatika

Ich denke die Testatika muss wie eine sich selbst antreibende Wärmepumpe funktionieren. Elektronen sind ähnlich wie Wärme überall vorhanden, können aber nicht direkt genutzt werden. Es muss ein Gefälle aufgebaut werden, das es erlaubt diese einzusammeln. Das ist in diesem Fall die hohe elektrische Spannung vorzüglicher Weise der Pluspol. Wie die unterschiedlichen Eigenschaften der Pole an der Influenzmaschine zeigen.
Dann gilt es die so eingesammelten Elektronen auf ein anderes Niveau, bei der Wärmepumpe ist das eine höhere Temperatur, zu heben, damit sie gegen die Umgebung wieder Arbeit verrichten können. Im Fall der Testatika ist das die Transformation von Spannung zu Strom. Nur der hohe Strom bei geringer Spannung hat die Eigenschaft, sich nicht sofort wieder in die Umgebung zu zerstreuen und so kann man ihn über den Lastwiderstand ausgleichen lassen.
Das ist vergleichbar mit dem kalten Absorber bei der Wärmepumpe. Er hat zwar zusätzliche Wärme eingesammelt, kann sie aber gegen die warme Umgebung nicht abgeben und würde sie wieder verlieren, wenn man ihn ungenutzt liegen lässt. Erst der Kompressor hebt die Temperatur und dann kann die Zusatzwärme Arbeit verrichten und natürlich auch die Wärmepumpe antreiben.
Daraus könnte man folgern, dass es zwei verschiedene Arten von Elektrizität gibt, die ähnlich wie das Kältemittel in der Wärmepumpe einem Phasenübergang unterliegt. Ein galvanischer Strom, der in einem Leiter fließt, ist vergleichbar mit einer unter Druck stehenden Flüssigkeit in einem Rohr. Die hohe elektrostatische Spannung ist gleichzusetzen mit dem gasförmigen Zustand der Flüssigkeit unter verminderten Druck im freien Raum.

Oft wird noch ein anderer Prinzipversuch beschrieben, der meiner Meinung nach nichts mit der Erzeugung der Energie zu tun hat, sondern mit dem Antrieb der Scheiben. Bei diesem Versuch wird ein Hufeisenmagnet in Verbindung mit einem Kondensator zwischen den Schenkeln und einer Spule am anderen Ende verwendet. Dadurch soll eine hohe Spannung erzeugt werden. Ich vermute, dass damit die Energie wieder elektrostatisch zum Antrieb der Scheiben zurückgespeist wird.
Das ist notwendig, da die Freie Energie erst durch das Herabsetzen der Hochspannung gebildet wird. Das soll heißen, in der Hochspannung steckt noch keine Freie Energie, sodass daraus die Maschine nicht gespeist werden kann. Es muss von dem niedrigen Spannungsniveau, dass die Freie Energie beinhaltet, wieder hochgespannt werden, damit ein Antrieb der Scheiben möglich ist.
Es würde wahrscheinlich auch gehen, wenn man die Scheibe ganz konventionell mit einem Motor und Drehzahlregler antreibt. Tatsächlich gibt es auch Bilder von Maschinen, bei denen ein kleiner Elektromotor im Gehäuse untergebracht ist, um die Scheiben anzutreiben. Paul Baumann wollte offensichtlich ein völlig neues Prinzip einführen und hat daher auf die Verwendung von konventioneller Elektronik vollständig verzichtet. Das muss aber nicht heißen, dass es nicht auch mit der herkömmlichen Elektronik zu schaffen ist, die Scheiben anzutreiben. Wenn die erzeugte Energie mit unserer kompatibel ist und es sich nicht um negative Elektrizität (also diejenige, die sich bei einem Kurzschluss abkühlt und wo nachher die Drähte vereist sind) handelt, dann sehe ich da kein Problem.

Eine weitere Auffälligkeit ist, das die Maschinen keine Bürsten besitzen, welche die Segmente berühren, wie wir es von der Influenzmaschine her kennen. Es ist mit einer herkömmlichen Influenzmaschine nicht möglich, eine Ladungstrennung ohne die ableitende Wirkung der Neutralisatoren zu erreichen. Warum die Ableitung benötigt wird, geht aus den Versuchen mit dem Elektroskop hervor. Daraus können wir aber auch erkennen, dass ohne Ableitung sehr wohl eine Influenz auftritt nur eben in positiver und negativer Richtung, sodass in Summe eben keine statische Ladung nutzbar zurückbleibt. Im dynamischen Fall aber gibt es sehr wohl eine Ladungsverschiebung, die sich aber nur als Wechselspannung äußert. Die Scheiben der Testatika sind demnach ein Wechselspannungsgenerator. Man könnte sagen, die Scheiben sind ein Asynchronmotor/Generator, weil die mechanische Frequenz viel geringer ist, als sie elektrische. Auch die in einem Bericht erwähnten 1kOhm Widerständen zwischen allen Segmenten auf der Scheibe deuten auf einen elektrostatischen Kurzschlussläufer hin.

 Dass so ein Motor als Analog zum magnetischen Asynchronmotor machbar ist, habe ich mit dem Bau dieses elektrostatischen Asynchronmotors gezeigt. Die Wechselspannung wird hier auch nicht leitend auf die Scheibe übertragen, sondern über die bei der Testatika als"Taster" bezeichneten Flächen berührungslos influenziert, also nach den Begriffen der Wechselstromtechnik rein kapazitiv eingekoppelt, was mit Gleichspannung unmöglich wäre. Die übertragbare Leistung bei so einem Motor steigt mit der Frequenz an und es liegt nahe, ihn als Hochfrequenzmotor zu konzipieren. Nun sind die in mechanischen Systemen erzeugten Frequenzen im Allgemeinen sehr gering. Ein möglicher Lösungsansatz ist die Erzeugung einer Schwebung aus zwei  nur geringfügig unterschiedlichen, aber sehr hohen Frequenzen, wie das beim magnetischen Schleifringläufer gemacht wurde. Die Schwebung könnte dann mit der langsamen mechanischen Rotation in Wechselwirkung treten.

Auch noch ein anderer Effekt könnte für die Erzeugung einer hochfrequenten Wechselspannung auf den Scheiben verantwortlich sein, nämlich die Wellenbildung. Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie die Wellen auf einem See oder auf dem Meer zustande kommen ? Der Wind bläst über die glatte Wasseroberfläche und verursacht kleine Unregelmäßigkeiten, die sich dann langsam zu Wellen auftürmen. Das ist schon interessant, wenn man bedenkt, dass die Windgeschwindigkeit auf der Wasseroberfläche gegen Null geht.
Ohne Resonanzkreise werden einfach so Wellen, also Schwingungen erzeugt, die noch dazu für eine Windstärke eine konstante Frequenz haben.
Ähnliches könnte auch bei den Elektronen möglich sein. Wenn ein Erreger über den normalerweise ruhenden Elektronensee auf der Oberfläche eines Leiters streicht, könnten Schwingungen mit sehr hoher Frequenz, ohne Verwendung von Resonanzkreisen, angeregt werden. Interessant ist dabei noch zusätzlich, dass bei geringer Windstärke, also bei geringer Leistung, eine viel höhere Frequenz entsteht, als bei starkem Wind oder großer Leistung. Das deckt sich mit einigen Aussagen, wonach die Spulen in den "Kondensatoren" der kleinen Maschinen sehr wenige Windungen haben. Weil hier wenig Leistung umgesetzt wird, ist die Frequenz entsprechend hoch und es wird nur ein kapazitiver Trafo mit wenigen Windungen, ähnlich wie beim Kunststoffschweißgerät, benötigt, um in Resonanz zu kommen.

Das Herabsetzen der hohen Spannung muss zweifellos in den großen "Kondensatoren" stattfinden. Da jede Maschine mehrere davon in unterschiedlichen Größen besitzt, vermute ich, dass mit den großen "Hauptkondensatoren" an den beiden Seiten der Maschine die Freie Energie zur Nutzung gebildet wird, und mit den kleineren, die Energie für den Antrieb. Dadurch wird eine Beeinflussung des Antriebes durch die Last ausgeschlossen. In den Bildern sieht man ja auch nie eine Verbindung der Ausgangsklemmen mit einem anderen Bauteil. Der Ausgang kommt direkt aus den beiden großen "Kondensatoren". Die Versorgungsspannung für die "Hauptkondensatoren", wird an zwei gegenüberliegenden Seiten der Maschine abgenommen also da, wo bei einer Influenzmaschine normalerweise die größte Spannung auftritt. Die Leistung, die so abgenommen werden kann ist sehr gering und kann nur dazu dienen, den Prozess zur Bildung der Freien Energie in den "Kondensatoren" anzuregen. Der Schlüssel zur Funktion der Testatika liegt also in den "Kondensatoren". Das ist auch der Grund, warum es kein Bild gibt, auf den man ins Innere sehen kann, wahrscheinlich ist der Aufbau relativ einfach. Ein Hinweis der darauf deuten könnte, dass Spulen im Inneren sind, ist in dem Bild der großen Maschine zu sehen. Dort liegen auf der Grundplatte vier Spulenkörper herum, die von der Größe her in die "Kondensatoren" passen würden und sonst auch nirgendwo anders in der Maschine verwendet sind.

 Dazu haben ich diesen interessanten Versuch mit dem CW-Teslatrafo ausgearbeitet, der zeigt das so ein System ein kapazitiver Resonanztransformator ist.


Hier einige Bilder von verschiedenen Modellen der Testatika:
 

Maschine mit ca. 2m Scheibendurchmesser im Bau

Maschine mit ca. 1m Scheibendurchmesser im Bau

Vorderansicht 3kW Modell

Hinteransicht linker u. rechter Teil des 3kW Modells
Aus den Schwenks im orig. Video extrahiert und zusammengesetzt

300W Maschine ohne Magnete (!)

300W Maschine mit Magneten

Bezüglich der Funktionsweise der Testatika finde ich, fehlt uns ein ganz entscheidender Teil im Verständnis des Phänomens Elektrostatik und der Influenzmaschine. Ich vermute, dass es etwas mit dem Bezug der elektrischen Ladungen zur Oberfläche zu tun hat. Dazu ein kurzes Gedankenexperiment mit der Oberfläche.

Gedankenexperiment zur Dichte und Oberfläche:
Wir alle kennen den Wasserkreislauf der Erde. Wasserdampf steigt auf, kondensiert und fällt als Regen wieder zu Boden.
Wasser hat bei in der Atmosphäre üblichen Temperaturen bekanntlich eine Dichte von annähernd 1kg/dm³ und ist somit wesentlich schwerer als Luft. Das zeigt sich ganz klar, wenn Regentropfen von den Wolken zu Boden fallen. Soweit alles physikalisch geklärt.
Doch was ist mit dem aufsteigenden Wasserdampf ? Er besteht doch aus dem selben Wasser, das rein physikalisch betrachtet immer noch die gleiche Dichte hat und trotzdem wird es in diesem Fall plötzlich leichter als Luft und steigt auf !
Das Argument, das vielfach an dieser Stelle gebracht wird, dass der Wasserdampf ja viel wärmer ist als der Regen, ist nicht haltbar. Selbst ein Tropfen mit 99°C heißem Wasser fällt zu Boden !
Erst wenn sich die Wassermoleküle aus der Flüssigkeit herauslösen, steigen sie auf. Beim Verdampfen lösen sich die Wassermoleküle voneinander und nehmen einen viel größeren Raum ein. Die Oberfläche des Wassers nimmt zu, während das Volumen abnimmt. Ab einem gewissen Punkt wird es leichter als Luft, d.h. seine Dichte muss jetzt geringer sein als die von Luft.
Die Frage die sich jetzt stellt ist die, ob es allein durch Verändern der Oberfläche möglich ist, die Dichte des Wassers zu beeinflussen. Könnte es nicht sein, wenn man Wasser in ein extrem schmales Gefäß füllt, das seine Dichte dann abnimmt, also die Dichte auch durch die Geometrie bestimmt wird ? Das ist ein Aspekt der bei der Berechnung der Dichte überhaupt nicht beachtet wird.

Ähnliches könnte auch für die Elektrostatik zutreffen. Wie uns der Versuch mit dem Faradaybecher und auch die mehrstufige Variante des Kelvin-Generators zeigt, haften die Ladungen nur an der leitenden Oberfläche eines Körpers. Wenn diese Fläche durch ein Gitter gebildet wird, dann gibt es eine ganz spezifische Konzentration von Ladungen, also eine Art Bündelung. Was noch wichtiger sein könnte ist aber, dass durch die Löcher des Gitters etwas anderes (Thermik, Wärme ?) durchströmen und mit den Ladungen in Wechselwirkung treten kann. Interessant ist dabei der rechte Winkel zu den Ladungen. Das könnte eine ähnliche Wirkung hervorrufen, wie die eines Magnetfeldes auf eine Leiterschleife bei der Induktion

Info zum Buch
Dieses Buch versucht durch Grundlagenexperimente und neue theoretische Ansätze an Hand der Testatika mehr Licht in dieses Thema zu bringen. Nähere Informationen zum Buch.
Titel: Grundlagen und Praxis der Freien Energie
Alternative Theorien und interessante Experimente
Autoren: Harald Chmela und Wolfgang Wiedergut
Verlag: Erschienen im August 2004 im Franzis Verlag
ISBN Nr.: 3-7723-4400-3

Elektrotechnikseite
Artikel zur Thesta-Distatica