Das SMOT soll auf einfache Weise die Existenz von Freier Energie im
Magnetfeld zeigen. Es besteht aus zwei schräg angeordneten
Magnetbahnen,
in deren Mitte sich eine Laufschiene für eine Stahlkugel befindet.
Wird die Kugel am unteren Ende in das Magnetfeld gebracht, dann rollt
sie
die Schräge hinauf, und fällt anschließend von
einer
größeren Höhe hinunter, als von der sie gestartet
wurde.
Dieses Video zeigt das SMOT in Funktion. Die Kugel wird händisch gestartet.
Ich habe mich dabei bemüht, die Kugel so wenig als möglich anzustoßen.
Das ist auch auf den Einzelbildern sehr gut zu erkennen. Die Kugel wird
nur zurückgehalten und anschließend losgelassen. Sie beschleunigt
von selbst, läuft die Schräge hinauf, und fällt anschließend
aus dem Magnetfeld heraus.
Das funktioniert soweit auch alles so wie hier beschrieben (Allein schon
das hielt ich Anfangs für unmöglich). Doch der Beweis, dass die
Kugel wirklich mehr Energie enthält ist sehr schwierig. Erstens handelt
es sich nur um wenige Millimeter an Höhengewinn, und zweitens muss
das Ganze natürlich auch im dynamischen Fall betrachtet werden. Denn
es ist sehr schwierig, die Kugel nach dem Verlassen des Magnetfeldes so
aufzufangen, dass sie weiterrollt, ohne die gewonnene Höhe wieder
zu verlieren. Oder anders ausgedrückt die Kugel benötigt eine
größere Fallhöhe um aus dem Feld zu gelangen, als sie bei
dem Durchlaufen der Steigung gewinnt. Das muss aber nicht unbedingt ein
Energieverlust sein ! Denn die Kugel hat die Höhe ja wirklich durch
das Magnetfeld (oder durch sonstige Energieformen) gewonnen und die beim
Fallen umgesetzte Höhe kann aus der Geschwindigkeit wieder zurückgewonnen
werden
Weiters besitzt die Kugel ja auch noch kinetische Energie, die
sie in der Beschleunigungsphase gewinnt. Diese steckt einerseits in der
Vorwärtsbewegung der Kugel und andererseits in der Rotation der Kugel
um ihre Achse. Zweiter ist dabei besondere Beachtung zu schenken, da die
gespeicherte Rotationsenergie mit dem Quadrat des Kugeldurchmessers und
der Geschwindigkeit zunimmt. So kann auch eine kleine rotierende
Kugel mehr Rotationsenergie enthalten, als sie an potentieller Energie
(in Form von Höhe) gewinnt.
Dazu folgendes kleine Gedankenexperiment.
Man
stelle sich eine schiefe Ebene vor. Sie habe eine Höhe h und einen
beliebigen Neigungswinkel z.B. 45°. Auf das obere Ende (bei der Höhe
h) wird ein zylinderförmiger Massenkörper der Masse m gelegt.
Dieser rollt bergab, und wandelt dadurch die Potentielle Energie in Rotationsenergie
um. So steht es zumindest im Lehrbuch.
Jetzt wollen wir einen anderen Massenkörper verwenden, der wie
eine Schwungscheibe mit zwei herausragenden Enden aussieht. Um ihn rollen
zu lassen müssen wir die schiefe Ebene in zwei Hälften teilen,
so dass das Schwungrad frei liegt, und nur die Wellenenden die Ebene berühren.
Rollt dieser Körper jetzt die Ebene hinab, so erreicht er aufgrund
des Übersetzungsverhältnisses eine viel höhere Rotationsgeschwindigkeit
als unser Körper im ersten Versuch. Da aber die Rotationsenergie mit
dem Quadrat der Geschwindigkeit ansteigt, so tritt bei steigendem Durchmesser
des Schwungrades (geht ebenfalls mit dem Quadrat, bei gleicher Geschwindigkeit,
auf die Energie ein) und bei sinkendem Durchmesser der Welle irgendwann
der Fall ein, dass in der Rotation mehr Energie gespeichert ist als durch
die Höhe zur Verfügung steht ! Oder etwa doch nicht ?!
Auf diese Weise könnte auch die Orffyreus
Scheibe (=Bessler's Wheel) funktioniert haben.
Schreiben Sie mir jetzt bitte nicht, dass es mit dem Energieerhaltungssatz
ganz einfach zu erklären ist und es daher keine zusätzliche Energie
geben könnte. Diese Gesetze kenne ich zur Genüge, da ich sie
auch lernen musste. Betrachten Sie nur einmal das Kugelexperiment
und Sie werden schon Zweifel am Energieerhaltungssatz bekommen. Genau das
ist aber das Problem aller Physiker und Theoretiker. Sie denken, dass sie
gute Physiker sind, nur weil sie in der ersten Zeile der Erklärung
den Energieerhaltungssatz hinschreiben und genau damit schon im Voraus ausschließen,
dass in dem System zusätzliche Energie auftreten könnte. Der
Energieerhaltungssatz gilt für geschlossene Systeme, in denen keine
Energie von außen wirken kann und stimmt obendrein nicht bei allen
Problemstellungen, wie uns das Kondensatorproblem
zeigt.
Doch bei der Freien Energie muss zusätzliche Energie von einer
uns noch unbekannten Quelle in das System zufließen. Den Ausdruck
unbekannte Energie würde ich daher passender finden. Da die
Quelle der unbekannten Energie aber noch nicht in den Gesetzen der Physik
aufscheint, findet sie auch keine Verwendung beim Energieerhaltungssatz.
Eine mathematische Abhandlung über dieses Thema bringt uns also nicht
weiter !
Die Trägheit ist dabei noch die große Unbekannte in dem
System. Lesen Sie dazu unbedingt auch das Gedankenexperiment auf der Kreisel-Seite
und die Erklärungen zur Trägheitsenergie auf der Seite von Prof.
Evert unter www.evert.de.
Die Abmessungen sind bei diesem Versuch sehr wichtig. Deshalb empfehle
ich, sie für die ersten Experimente unbedingt einzuhalten. Denn mit
diesen Dimensionierungen ist es zumindest möglich, dass die Kugel
das Magnetfeld von selbst wieder verlässt. Es gibt aber sicher noch
bessere Einstellungen.
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Zwei Bahnen aus je 4 Ferritmagneten mit 40x20x10mm. Es ergibt sich somit eine Länge der Magnetbahn von 160mm. Die Magnete sind auf ein 20x4mm Bandeisen aufgeklebt (magnetisch), und mit Klebeband gegen das seitliche Abstoßen gesichert. Das ist notwendig, da die Magnete so aufgeklebt werden müssen, dass die Fläche nur aus einem Pol besteht. Bei einer Schiene muss N immer oben und bei der anderen S oben sein. Auf der Innenseite (zur Kugel) darf kein Bandeisen aufgeklebt werden, da sonst ein magnetischer Kurzschluss entsteht. |
| Laufschiene: | Alu-U-Profil mit 15x15mm, 2mm Wandstärke. Die Oberkante der Laufschiene befindet sich 4mm über dem Holzbrett, auf dem die Magnetbahnen aufliegen. Dadurch wird die Kugel immer leicht aus der Schiene gehoben, und somit die Reibung minimiert. |
| Kugel: | Stahlkugel mit 20mm Durchmesser |
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Das untere Ende der Magnetbahnen besitzt einen Innenabstand (von Magnet zu Magnet) von 45mm, das obere Ende besitzt einen Innenabstand von 40mm. Die optimale Schräge der Laufschiene ergibt sich, wenn das Holzbrett am oberen Ende 11mm erhöht wird. |
Für weitere Informationen über das SMOT siehe auch JLN-Homepage.
Zum SMOT gibt es auch ein Patent mit der Nr. US
4,215,330
Verbesserungen
Ein auffälliges Merkmal bei diesem Modell war, dass die Kugel
an zwei Punkten der Bahn immer ein wenig gebremst wurde. An diesen beiden
Punkten wurde die Kugel sogar gegen die Laufrichtung zurückgezogen,
wenn man sie von Hand dort hin brachte.
Dieses Verhalten konnte auf die zwei kleinen Löcher in den Bandeisen
zurückgeführt werden, die zur Befestigung der Gewindestangen
gebohrt wurden. Dadurch war der Magnetkreis an dieser Stelle gestört
und das Feld inhomogen.
Um das zu vermeiden, wurde das Modell dahingehend verbessert, dass kein
Eisen mehr verwendet wird. Die Magnete werden nun von einem Alu-Blech gehalten
und da sie darauf nicht mehr von selbst kleben, mit einem großen
Schrumpfschlauch gegen Verschieben gesichert. Zusätzlich sind jetzt
2x5 der oben genannten Magnete verwendet, wodurch das SMOT länger
wird. Auch die Gewindestangen wurden aus Messing gefertigt, um jegliche
Beeinflussung durch Eisen auszuschließen. Durch diese Maßnahmen
ergaben sich folgende Veränderungen im Verhalten: