Diesen Artikel habe ich für die Ausgabe 7/8 2001 des NET-Journals
geschrieben, er wurde aber erst in der Ausgabe 11/12 2001 veröffentlicht.
So habe ich in der Zwischenzeit diesen Artikel zusätzlich an den Pulsar
zur Veröffentlichung weitergegeben, wo er im Heft 08/2001 zu finden
ist.
Er ist die Fortsetzung meines 1. Teiles über Schwingungen
in der Mechanik. Zum Grossteil sind es wieder Auszüge aus meinem
Vortrag
über Teslatrafos, wobei hier aufbauend auf den 1.
Teil, nur mehr auf die Phänomene in der Elektrotechnik eingegangen
wird.
Die Analogie zum Pendel in der Mechanik ist in
der Elektrotechnik der LC-Schwingkreis. In seiner einfachsten Form besteht
er aus einer Parallelschaltung eines Kondensators und einer Induktivität.
Um das Entstehen einer Schwingung in diesem System zu verstehen, ist es
zuerst wichtig, über die Eigenschaften von Kapazität und Induktivität
Bescheid zu wissen. Beide Bauteile sind natürlich Speicher für
elektrische Energie, doch sie speichern sie auf ganz unterschiedliche Weise.
Ein Kondensator speichert die Energie in Form von Spannung. Um ihn
zu laden, muss ein Strom durch ihn fließen, was zu einer Erhöhung
der Spannung führt. Der Vergleich mit einem Wassergefäß,
welches durch eine Wasserleitung gefüllt wird, drängt sich hier
auf. Die Höhe des Wasserspiegels in dem Gefäß repräsentiert
die Spannung und die Zuflussmenge den Strom. Eine weitere wichtige Eigenschaft
ist die Unmöglichkeit, die Spannung an einem Kondensator sprunghaft
zu ändern. Dabei würde ein unendlich hoher Strom fließen.
Praktisch zeigt sich das beim Kurzschluss eines Kondensators, wobei extrem
hohe Ströme entstehen.
Analog oder besser gesagt dual dazu verhält sich die Induktivität.
Sie speichert die Energie in Form von Strom. Eine Spannung ist nötig,
um diesen Strom langsam ansteigen zu lassen und eine sprunghafte Stromänderung
ist unmöglich. Wird dies versucht, so führt das zu den bekannten
Effekten der Selbstinduktion, wodurch eine extrem hohe Spannungsspitze
erzeugt werden kann.
Induktivitäten können nicht so verlustfrei gebaut werden,
wie Kondensatoren. Deshalb werden sie oft gar nicht als Energiespeicher
angesehen. Eine kurzgeschlossene Induktivität würde zumindest
theoretisch einen immer fortwährenden Strom führen. Praktisch
ist das aufgrund der ohmschen Verluste im Drahtmaterial nicht möglich.
Während ein Kondensator oft wochenlang seine Ladung behält, ist
eine Induktivität innerhalb weniger Sekunden entladen.
Zur Erklärung der Funktion des Schwingkreises nehmen wir zunächst
an, dass der Kondensator vor dem Zusammenschalten aufgeladen sei. Wird er
mit der ungeladenen Induktivität verbunden, so beginnt Strom zu fließen.
Elektrische Energie wird in magnetische umgewandelt, die Induktivität
also aufgeladen. Sie hat die ganze Energie aufgenommen, wenn am Kondensator
keine Spannung mehr auftritt, er also völlig leer ist.
Die Induktivität versucht jetzt den Strom und ebenfalls die Stromrichtung
aufrechtzuerhalten. Der in gleicher Richtung durch den Kondensator fließende
Strom hat zur Folge, dass er sich jetzt mit umgekehrter Polarität
auflädt. Magnetische Energie wird wieder in elektrische umgewandelt.
Das geht so lange, bis die Induktivität keine Energie mehr besitzt
und der Strom Null wird. Dann ist die Energie wieder im Kondensator, allerdings
mit umgekehrter Polarität.
Interessant ist, dass jetzt der ganze Vorgang mit umgekehrter Polarität
nochmals abläuft. Danach ist erst der Ausgangszustand erreicht und
alles beginnt von Neuen. Der meist nur so salopp als „Hin- und Herschwingen
der Energie“ beschriebene Vorgang findet in Wirklichkeit mit der doppelten
Eigenfrequenz des Schwingkreises statt. Das ist vergleichbar mit dem Pendel,
das ja auch auf beide Seiten ausschlägt und nicht im Todpunkt umkehrt
! Dort ist es jedem klar, in der Elektrotechnik wird das aber oft übersehen.
Um auch in der Elektrotechnik zu zeigen, wann keine Schwingung entsteht,
dient dieses Beispiel. Was passiert, wenn ein voll geladener Kondensator
einen gleichartigen, aber leeren aufladen muss ?
Schwingen kann das System nicht, dass haben wir aus dem Beispiel mit
den zwei Gewichten in Teil 1 gesehen. Dazu fehlt
ein andersartiger Energiespeicher, also in diesem Fall eine Induktivität.
Die richtige Antwort auf diese zunächst einfach wirkende Frage
ist, dass sich die Spannung halbiert. Doch wie Elektrotechniker wissen,
wird der Energieinhalt eines Kondensators mit der Formel W=C*U²/2
beschrieben. Die halbe Spannung bedeutet demnach nur mehr ein Viertel der
Energie. In jedem Kondensator ist jetzt je ein Viertel. Das macht zusammen
nur noch die Hälfte der ursprünglich zur Verfügung gestandenen
Energie. Wo ist die andere Hälfte hingekommen ?
Kondensatoren sind im Allgemeinen sehr verlustarme Bauteile, wie ihr
oft wochenlanges Speichervermögen zeigt. Man könnte jetzt annehmen,
dass der Ausgleichsvorgang ebenfalls sehr verlustarm ablaufen wird. Tatsache
ist aber, dass selbst wenn man die beiden Kondensatoren schlagartig miteinander
verbindet, nachher immer nur die halbe Spannung festzustellen ist. Es ist
auch gleich, welcher Ausgleichswiderstand verwendet wird. Seine Größe
wirkt sich nur auf die Dauer des Umladevorgangs aus. Es ist nicht so, dass
bei Verwendung eines kleineren Widerstandes mehr überbleibt, als bei
Verwendung eines großen.
Selbst wenn eine Induktivität verwendet wird, die ja selbst auch
eher verlustarm ist, ist das Ergebnis das gleiche. Jetzt tritt zwar eine
Schwingung auf und für einen Augenblick ist wirklich die gesamte Energie
im zweiten Kondensator und der erste ist leer. Doch wenn man die Schwingung
ausklingen lässt, ist nachher immer die Spannung nur noch halb so
groß. Die halbe Energie ist auch hier beim Ausgleich verloren gegangen.
Aus der Tatsache, dass es mit einem Widerstand Energieverluste gibt,
kann man folgern, dass die Energie an den ohmschen Widerständen in
Wärme verloren geht. So ist auch bei Verwendung einer Induktivität
immer ein geringer Widerstand im Kreis vorhanden, der sich aus allen Verlustwiderständen
zusammensetzt. Der Ausgleich dauert immer so lange, bis die halbe Energie
in Wärme verloren gegangen ist.
Dieses Kondensatorproblem führt oft zu einiger
Aufregung und langen Diskussionen. Der Fehler vieler ist, hier mit dem
so beliebten Energieerhaltungssatz zu arbeiten. Wenn man nämlich annimmt,
dass sich die Energie des einen Kondensators gleichmäßig auf
beide aufteilt, liegt man völlig falsch. In Wirklichkeit ist es die
Ladung, die sich gleichmäßig aufteilt und von der auch nichts
verloren geht.( Q=C*U ) Ladung ist aber nicht das selbe wie Energie. Erst
ihre Bewegung von einem zum anderen Kondensator setzt Energie frei. Die
Gesamtladung wird durch diesen Vorgang aber nicht beeinträchtigt.
In jedem Kondensator ist nachher die halbe Ladung. Wenn man es schafft,
die Ladung wieder auf dem ersten Kondensator ohne Energieaufwand zurückzuführen,
dann haben wir Freie Energie. Vielleicht eine Erklärung für das
Funktionsprinzip der Testatika.
Das ist ein Vorgang, der nicht ohne Energieverlust ablaufen kann. Egal
was wir zum Ausgleich verwenden, es muss immer die halbe Energie verloren
gehen, damit der Ausgleich vollständig abgeschlossen ist. Das steht
ganz im Gegensatz zum dem Schwingkreis, bei dem der Ausgleich immer vollständig
und ohne Energieverlust abläuft.
Wenn wir also einen Vorgang schaffen können, der nicht ohne Energieverlust ablaufen kann und damit meine ich nicht einen allfällig auftretenden, unvermeidbaren Energieverlust an realen Bauteilen, sondern einen konstanten, genau vorbestimmten Energieverlust, dann muss es auch möglich sein, einen Vorgang mit Energiegewinn zu schaffen. Als interessanten Denkansatz könnte man jetzt zwei Induktivitäten nehmen, die sich gegenseitig laden. Wenn auch hier die Dualität anwendbar ist, könnte man doch dabei auf einen unvermeidbaren Energiegewinn schließen ! Das ist vielleicht eine Erklärung für alle Geräte die mit geschalteten Induktivitäten Freie Energie gewinnen, indem sie eine Induktivität entladen und dann durch eine zweite nachladen lassen.
Auch in der Elektrotechnik ist es möglich, eine Schwingung parametrisch zu erregen. Dazu bedient man sich meist Bauteilen mit veränderlichen L oder C. Bei kleinen Leistungen werden dazu Kapazitätsdioden benutzt. Derartige Schaltungen finden in der Hochfrequenztechnik vielfach Anwendung. Für größere Leistungen werden veränderliche Induktivitäten eingesetzt. Dazu nutzt man den Effekt der magnetischen Sättigung von Eisenwerkstoffen aus. Wird durch eine Spule mit Eisenkern ein Gleichstrom geschickt, so nimmt deren Induktivität mit steigendem Strom ab. Über diese Steuerfunktion ist es möglich, einen parametrisch erregten Schwingkreis zu bauen. Allerdings muss noch durch einen Schaltungstechnischen Trick die induktive Wirkung der Trafos ausgeschaltet werden, denn sonst hätten wir eine transformatorische Übertragung.
Auf den ersten Blick sieht diese Schaltung so aus, als würde sie nicht
funktionieren. Die Spannung Uq teilt sich gleichmäßig in U1
und U2 auf die beiden Trafos Tr1 und Tr2 auf. Trafos übersetzen immer
mit 180° Phasendrehung, wodurch U1' und U2' gegenpolig erscheinen.
Durch den gegenphasigen Anschluss des Trafos Tr2 tritt aber U2' so auf,
dass sie sich mit U1' zu Null addiert. Am Ausgang dürfte also nie
die Spannung UL auftreten. Aber wenn man erkennt, dass der Lastkreis eigentlich
ein Schwingkreis ist, kommt man auch hinter die Funktionsweise.
Der Strom, der von der Spannungsquelle Uq geliefert wird, treibt die
Kerne der Trafos periodisch in die Sättigung. Auf der Sekundärseite
ist von der Quellenspannung nichts mehr zu merken, da sie sich zu Null
addiert. Nur die Induktivität der beiden Sekundärspulen ändert
sich mit der doppelten Frequenz der Quelle, da sowohl beim positiven, als
auch beim negativen Strommaximum die Induktivität ihren geringsten
Wert erreicht.
Genau auf diese Frequenz ist der Schwingkreis bestehend aus dem Kondensator
und den beiden Sekundärspulen abgestimmt. Dadurch wird er parametrisch
erregt. Mit solch einer Anordnung ist es möglich, auch größere
Energiemengen zu übertragen. Wie ich bei der parametrischen
Schwingungserregung gezeigt habe, ist ein Wirkungsgrad von ca. 70%
zu erreichen. Was vielerorts behauptet wird, dass für die Steuerung
weniger Energie benötigt wird, als im Lastkreis entsteht, konnte ich
nicht beweisen. Das Problem ist, dass der Laststrom natürlich ebenfalls
die Induktivität ändert und so der Erregung entgegen wirkt. Aber
vielleicht liegt das Problem ja auch nur in der falschen Steuerung der
Induktivität. Wenn man das z.B. mechanisch macht, könnte die
Rückwirkung ausbleiben. Auf diese Weise könnten die Geräte
mit so genannten Magnetfeldschaltern freie Energie gewinnen.
Während bei einem Pendel die Masse sowohl die Größe
des kinetischen, als auch des potentiellen Energiespeichers bestimmt, kann
in der Elektrotechnik L und C unabhängig voneinander verändert
werden. Die Ausnutzung der Resonanztransformation ist somit schon innerhalb
eines Schwingkreises möglich.
Angenommen in einem Schwingkreis wird der Kondensator verkleinert und
die Induktivität so erhöht, dass sich wieder die gleiche Resonanzfrequenz
einstellt. Auf den ersten Blick hat sich nichts verändert, doch es
gibt einen wesentlichen Unterschied. Die Induktivität kann jetzt viel
mehr Energie speichern und muss diese auf einen viel kleineren Kondensator
abgeben. Dieser muss die gesamte Energie aus der Induktivität aufnehmen,
um die Schwingung zu erhalten, und das kann er nur, indem er seine Spannung
erhöht. Mit einer höheren Spannung kann er die gleiche Energie
speichern wie ein großer Kondensator bei geringer Spannung.
Der Aufbau dieser kleinen Schaltung soll das
veranschaulichen. Mit einer Vorschaltdrossel einer Leuchtstoffröhre
und einem Motorkondensator wird ein Schwingkreis gebildet. Wenn man die
Resonanzfrequenz nachrechnet wird man feststellen, dass sie genau 50Hz
ist. Das ist unsere Netzfrequenz. Vor dem Zuschalten des Kondensators leuchtet
die Lampe nur sehr schwach und es sieht so aus, als könnte das ohne
Zuhilfenahme eines zweiten Trafos, der alles wieder auf 220V hochspannt,
nicht geändert werden. Wird der Kondensator aber zugeschaltet, leuchtet
sie plötzlich fast so hell wie im Normalbetrieb und das mit nur 40V
Eingangsspannung ! Eine Messung zeigt uns, dass die Spannung an der Lampe
jetzt auf ca. 200V angestiegen ist, der Trafo aber immer noch 40V liefert.
Der Entladewiderstand R verhindert, dass der Kondensator nach dem Abschalten
aufgeladen bleibt.
Diese Art der Transformation ist genau so effektiv, aber bei weiten
nicht so bekannt wie die magnetische Transformation. Sie findet in der
Hochfrequenztechnik häufig Anwendung. Denn dort ist es wirtschaftlicher,
mit einem kleinen Kondensator und einer kleinen Spule zu transformieren,
als teures Magnetmaterial für die hohen Frequenzen zu verwenden.
Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch ein auf den ersten Blick etwas
seltsamer Effekt. Nimmt man einen Netztrafo (48V/3A) und schaltet parallel
zu seinem Ausgang einen Kondensator z.B. 50µF (= Motorkondensator,
keinen Elko !), dann ist im Belastungsfall eine höhere Spannung am
Trafo zu messen, als im Leerlauf an seinen Klemmen zur Verfügung steht.
Die Erhöhung ist oft nicht mehr als ein Volt, aber dennoch gut messbar.
Es ist verblüffend zu sehen, wie nach dem Schließen des
Schalters S Strom durch den Trafo fließt, also der Trafo belastet
wird und trotzdem die Spannung ansteigt.
Doch wenn man bedenkt, dass sich mit der Streuinduktivität der
Wicklung ein Schwingkreis bildet, ist diese Spannungsüberhöhung
leicht zu erklären.
Um dieses Experiment erfolgreich durchzuführen, sollte schon ein
stärkerer Trafo mit mindestens 100 VA Leistung verwendet werden. Bei
kleineren Trafos ist der Innenwiderstand der Wicklung zu groß und
die Ausgangsspannung sinkt durch den Belastungsstrom zu stark ab, um noch
eine Überhöhung zu messen. Weiter ist eine hohe Ausgangsspannung
von Vorteil, da dann die Kapazität nicht so groß sein muss,
um in die Nähe des Resonanzpunktes zu kommen. Trifft man den Resonanzpunkt
genau, kann es wie beim vorigen Beispiel zu einer extremen Spannungsüberhöhung
kommen, was Trafo und Kondensator zerstören kann !
Dieses wenig bekannte Transformationsverfahren verwendet auch der Teslatrafo. Teslatrafos sind wohl die spektakulärsten Geräte in der Elektrotechnik. Sie erzeugen in den stärksten Versionen oft meterlange Entladungsfunken und Feldstärken, die so hoch sind, dass Leuchtstoffrören zu leuchten beginnen, wenn sie auch nur in die Nähe des Teslatrafos kommen.
Die Sekundärspule eines Teslatrafo
besteht aus einer einlagig gewickelten Luftspule. Das untere Ende der Spule
ist geerdet und am oberen Ende befindet sich meist ein Objekt großer
Oberfläche, wie etwa eine Kugel. Am unteren Ende wird über eine
zweite Spule, die Primärspule, Energie aus einem Erregerkreis meist
mit Hilfe einer Funkenstrecke eingekoppelt.
Dieses System besteht insgesamt aus zwei, lose miteinander verkoppelten
Schwingkreisen. Der Kondensator Cp wird zunächst über den Netztrafo
Tr1 aufgeladen. Wenn Cp voll ist, zündet die Funkenstrecke, wodurch
der volle Kondensator Cp mit der Primärspule Lp parallel geschaltet
wird. Der Schwingkreis ist jetzt geschlossen und es entsteht eine Schwingung
mit einer Frequenz, die sich aus Cp und Lp ergibt. Diese wird magnetisch
in die Sekundärspule Ls eingekoppelt. Wie wir bereits aus dem 1.
Teil von den gekoppelten Pendeln her wissen,
kann so nur dann Energie übertragen werden, wenn auch der Sekundärkreis
bestehend aus Ls und Cs genau auf die gleiche Frequenz abgestimmt ist.
Ist das wie hier beim Teslatrafo der Fall, dann tritt eine zusätzliche
Pendelschwingung niedrigerer Frequenz auf. Die Energie schwingt neben L
und C auch noch zwischen dem Primär- und dem Sekundärkreis hin
und her, die sozusagen als Energiespeicher für Wechselspannung fungieren.
Die Kunst beim Bau eines Teslatrafos liegt darin, den Löschzeitpunkt
der Funkenstrecke genau in jenen Zeitpunkt zu legen, in dem die gesamte
Energie im Sekundärkreis ist. Wenn das sichergestellt ist, kann die
Energie nach dem Löschen der Funkenstrecke nicht mehr in den Primärkreis
zurückschwingen, da dieser aufgetrennt ist. Nach einem idealen Löschzeitpunkt
ist der Primärkondensator Cp völlig leer und kann erneut Energie
aus dem Netz aufnehmen. Er hat die gesamte Energie an den Sekundärkreis
abgegeben. So eine perfekte Energiebilanz ist nur in schwingenden Systemen
zu erreichen.
Die Energie im Sekundärkreis unterliegt jetzt einer extremen Resonanztransformation,
weil die Bauteilwerte Ls und Cs ebenso extrem gewählt sind. Ls besteht
auch einer Spule mit vielen hundert Windungen und einem damit verbundenen
großen Energiespeichervermögen. Die Sekundärkapazität
Cs ist so klein gewählt, das sie gar nicht mehr als physisches Bauteil
vorgesehen wird (in der Zeichnung gestrichelt). Ihr Wert ergibt sich nur
aus der Oberfläche der Sekundärspule und des Objektes an der
Spitze, die quasi eine Kondensatorplatte bilden. Der andere Pol ist die
geerdete Grundfläche, auf der die Spule steht. Die Kapazität,
die so erreicht wird, ist nur wenige pF groß. Eine so kleine Kapazität
kann die große Energiemenge aus der Sekundärspule nur unter
einer enormen Spannungserhöhung aufnehmen. Die Energie muss immer
vollständig in die Kapazität übertragen werden, da die Schwingung
das so fordert. Dabei tritt eine Resonanzüberhöhung auf, welche
die Spannung bis in den MV Bereich treiben kann. Daraus wird deutlich,
dass bei einem Teslatrafo das Verhältnis der Windungszahlen von Primär-
und Sekundärspule nicht das Übersetzungsverhältnis bestimmt,
wie viele fälschlicherweise annehmen. Nur aus den Parametern Ls und
Cs ergibt sich die Spannungsüberhöhung. Der ganze Teslatrafo
kann mit den gekoppelten Pendeln aus Teil 1 verglichen werden. Der Primärkreis
entspricht dem schweren Pendel, der Sekundärkreis dem leichten. Die
Amplitude der Auslenkung spiegelt dann die Spannung wieder.
Diese hohe Spannung entsteht am Kondensator Cs, also direkt in dem
Raum, der den Teslatrafo umgibt und so entstehen die gewaltigen Entladungen.
Die diversen Effekte mit Leuchtstofflampen lassen sich auch gut mit dem
Schwingkreisstrom erklären, der durch den freien Raum fließt.
Denn alle Objekte in der näheren Umgebung des Teslatrafos befinden
sich sozusagen im Dielektrikum des Sekundärkondensators und sind daher
auch stromdurchflossen.
Für alle Interessierten weise ich spezielle auf meine Hochfrequenzseiten
im Internet und auf mein Buch „Experimente mit Hochfrequenz“
(ISBN Nr. 3-7723-5845-4) hin, wo alle Effekte mit Funken, Korona, Glühbirnen,
Leuchtstofflampen bis hin zum hörbar machen von Tönen beschrieben
und mit Bildern bzw. Videos dokumentiert sind.
Ich hoffe, mit dem 2. Teil nun auch den Ansprüchen der Elektrotechniker
gerecht geworden zu sein und vielleicht den einen oder anderen zum Nachdenken
über das so alltäglich Phänomen der Schwingung angeregt
zu haben. Weiter Erklärungen zu den angesprochenen Experimenten finden
Sie auf meiner Homepage.
| Schwingungen und Resonanzen finden sich auch in diesem Buch, wo versucht wird, durch Grundlagenexperimente und neue theoretische Ansätze mehr Licht in das Thema der Freien Energie zu bringen. Nähere Informationen zum Buch. | ||
|---|---|---|
| Titel: | Grundlagen und Praxis der Freien Energie Alternative Theorien und interessante Experimente |
|
| Autoren: | Harald Chmela und Wolfgang Wiedergut | |
| Verlag: | Erschienen im August 2004 im Franzis Verlag | |
| ISBN Nr.: | 3-7723-4400-3 | |