Gleich mal vorweg: Ich will hier keine Einführung in die Radiästhesie geben. Dazu finden sich genug gute Seiten im Internet. Wer nicht weiß, worum es in der Radiästhesie geht, der soll sich zunächst im Internet darüber informieren. Mir geht es hier vielmehr darum, die Radiästhesie in der Technik "salonfähig" zu machen und alternative Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Viele werden jetzt denken, dass Messungen die mit einer Wünschelrute
oder einem Pendel vorgenommen werden, nichts in der Technik verloren haben.
Das hat bis zu einem gewissen Grad sicher auch seine Berechtigung,
da bei radiästhetischen Messungen natürlich immer der Faktor Mensch
mitspielt und die Genauigkeit nicht zuletzt vom Können und von der Verfassung
des Rutengängers abhängt. Gerade diese subjektiven Einflüsse
versucht die Technik ja zu bereinigen, was letztendlich zu ihrem großen
Erfolg führte. Durch die Technik sind gleich gute Ergebnisse für
alle, also auch Ungeübte und Unerfahrene gewährleistet. Jeder noch
so schlechte Autofahrer kann sich heute in ein Auto setzen und sofort auch
so schnell fahren, wie jene Leute, die das Auto zuvor jahrelang entwickelt
haben.
Für den ungeübten Einzelnen ist das in gewisser Weise eine Abgabe
von Verantwortung und Interesse an den Dingen mit denen er umgeht, was auch
genau im Trend unseres durch die Technik geprägten Zeitalters liegt.
Es gibt aber durchaus Bereiche, wo es Sinn macht, die Radiästhesie
in der Technik einzusetzen. Der Grund dafür, warum es nicht schon längst
geschehen ist, ist zum einen der, dass der Mensch in der Technik nicht gefragt
ist und man lieber einem Messgerät vertraut, als einer Person,
zum anderen herrscht bei den Radiästheten eine gewisse Abneigung gegenüber
der Technik. Es werden ja oft Störfelder von elektrischen Geräten
mit Pendel und Wünschelrute aufgespürt und somit sind diese Geräte
dann automatisch die "Bösen". Es kommt dann kaum noch jemand auf die
Idee, in seinem kaputten Fernsehen mit dem Pendel den Fehler zu suchen, weil
er sowieso immer einer weiten Bogen um ihn macht und das sozusagen gegen
die Berufsehre wäre sein Pendel damit zu "beschmutzen". Hinter vorgehaltener
Hand hört man aber auch in diesen Kreisen, dass dieser und jener Radiästhet
z.B. das kaputte Teil in seinem Auto mit dem Pendel gefunden hat.
Eine Annäherung von beiden Seiten ist also gefragt, wenn jede Seite
etwas von ihren festgefahrenen Standpunkten abrückt, gibt es für
beide Seiten eine Bereicherung. Ein Techniker, der sich als Radiästhet
versucht, ist vielleicht dazu geneigt, die Spannung einer Batterie auf das
mV genau zu bestimmen, und wird dabei enttäuscht, weil ihm hierbei vermutlich
jedes Messgerät überlegen ist. Es ist hier weitaus besser, nach
einer grundsätzlichen Aussage über den Ladezustand zu fragen, was
nicht nur viel hilfreicher ist, sondern auch von keinem elektrischen Messgerät
gegeben werden, ohne die Batterie zu entladen und somit unbrauchbar zu machen.
Eine gewisse Notwendigkeit die Dinge zu messen, liegt der Radiästhesie
zugrunde und sollte immer beachtet werden.
Noch ausgefallenere "Messungen" sind z.B. Materialauswahlen für bestimme Anwendungen. Dafür gibt es meist überhaupt kein passendes Messgerät und hierbei kann ein Pendel sehr hilfreich sein. So habe ich z.B. bei meinem elektrostatischen Walzenläufer das beste Rotormaterial aus verschiedenen Kunststoffen mit dem Pendel ausgewählt. Auch beim Wirbelrohr habe ich den besten Rohrdurchmesser mit dem Pendel gefunden.
Ich verwende dazu eine prozentuelle Anzeige über das Pendel. Man kann
dazu diese Skala verwenden, oder sie sich auch einfach nur gedanklich vorstellen.
Das Pendel wird über dem Mittelpunkt gehalten und kreisförmig
angeschwungen. Es stellt sich dann auf einen geraden Ausschlag ein und
zeigt so auf einen Wert der Skala. Auf der 0 bis 100% Skala lassen sich
so sehr leicht qualitative Abschätzungen, z.B. von Materialwerten
durchführen.
Man geht dann so vor, dass man sich einige Materialien herrichtet und mit
dem Pendel nach der Qualität jedes Materials für die geplante Anwendung
fragt. Es ist auch wichtig zu definieren, was man unter Qualität versteht,
entweder die höchste Drehzahl, den besten Wirkungsgrad, die geringste
Stromaufnahme usw. Die Prozentwerte notiert man sich für jedes Material
und kann so das Beste herausfinden.
Erste Übungen:
Ein guter Einstieg in die technische Radiästhesie ist z.B. das Herausfinden
von Nord- und Südpolen bei Magneten oder von Plus- und Minuspolen bei
Batterien. So kann man Erfahrung sammeln und die Ergebnisse lassen sich leicht
überprüfen. Dazu muss man sich, wie auch in der normalen Radiästhesie
zuerst einmal den Ausschlag für sich selbst definieren. Das geht am
besten, wenn man einen Magnet mit dem bekannten Pol nach oben auf den Tisch
legt und dann völlig unvoreingenommen mit dem Pendel darüber hält
und auf einen Ausschlag wartet. Diesen definiert man sich dann für
den entsprechenden Pol. Dann dreht man den Magnet um und wartet auf den entsprechend
umgekehrten Ausschlag. Ich habe mir ein Kreisen des Pendels im Uhrzeigersinn
als Indikator für den Nordpol definiert und gegen den Uhrzeigersinn
als Südpol. Bei solchen Tests habe ich eine sehr hohe Trefferquote,
die weit über dem Zufall liegt, erzielt.
Zu beachten ist, dass diese Tests, wie jede radiästhetische Arbeit sehr
anstrengt und ermüdet. Ein maßvoller Umgang damit ist also wichtig.
Sinnvoll wäre z.B. auch eine Untersuchung der magischen Quadrate auf ihre Ausstrahlung hin, wie dies Hans-Jäcke in einem Artikel in Raum und Zeit (Special Nr. 7, Extra-Heft) beschrieben hat.