An einem Drahtseil sind zwei gleichartige Pendel aufgehängt. Jedes
ist für sich an der Aufhängung kugelgelagert. Über das Seil
kann keine Drehbewegung auf das andere Pendel übertragen werden. Nur
die rhythmischen Hin- und Herbewegungen des Seils können das andere
Pendel beeinflussen. Wird nun ein Pendel angestoßen, so schwingt
es ganz normal. Im Laufe der Zeit wird es jedoch das andere Pendel ebenfalls
in Schwingung versetzen. Das liegt hauptsächlich daran, dass beide
Pendel die gleiche Eigenfrequenz haben. Mit zwei unterschiedlich langen
Pendel funktioniert das nicht. Dann geht überhaupt keine Energie auf
das andere Pendel über. Das ist die notwendige Abstimmung auf Resonanz.
Die Bewegung des Seils hat genau die richtige Frequenz um das Pendel zu
Schwingungen anzuregen.
Was wird jetzt Ihrer Meinung nach passieren, wenn man ein Pendel anstößt ?
Die nächstliegende Erklärung wäre, dass das zweite Pendel
langsam zu schwingen beginnt, bis beide dann gleich stark schwingen.
Dem ist aber nicht so !
Das Pendel noch so einige Überraschungen zu bieten haben zeigen ja schon die Versuche mit dem Foucault'schen Pendel, dass während der Sonnenfinsternis seine Bahn ändert. Ein viel greifbareres, aber nicht weniger interessantes Phänomen zeigen die zwei gekoppelten Pendel. Wird eines von ihnen angestoßen, so ist nach einiger Zeit das andere Pendel in Bewegung, während das ursprünglich bewegte vollständig zur Ruhe gekommen ist. Dieser Vorgang wiederholt sich dann ständig. Es kommt immer abwechselnd ein Pendel zum Stillstand, also es wird immer einem Pendel die komplette Energie durch das andere entzogen.
Diesen Versuch kann jeder einfach nachstellen, indem er zwei Massen von ca. 1kg an einem Seil aufhängt. Die Länge der Pendel sollte dabei über 0,5m betragen. Um die Transformation beobachten zu können, sollte die große Masse ca. 4kg und die kleine 1kg schwer sein. Je länger, also je perfekter die Pendel sind, umso besser funktioniert es.
Wenn man es etwas genauer aufbauen will, kann man so wie hier ein Gestell
aus AL-Profilen verwenden, und ein Drahtseil dazwischen spannen. Die Pendel
werden dann an starren, aber leichten AL-Stäben befestigt.
| Länge der Pendel: | 57cm, 6mm AL-Rundstab |
| Abstand zwischen den Aufhängepunkten des Seils: | 60cm |
| Schweres Pendel: | ca. 4kg, aus 60mm Messingrundstab, 75mm lang |
| Leichtes Pendel: | ca. 1kg, aus 60mm Messingrundstab, 20mm dick |
Das vollständige Hin- und Herschwingen der Energie ist ein sehr
unüblicher Vorgang in der Physik. Denken Sie nur einmal an zwei Wasserbehälter,
die in einem Raum aufgestellt werden. Wenn einer davon warmes Wasser enthält,
und der andere kaltes, so wird nach einiger Zeit der warme ausgekühlt
sein. Der kalte wird sich aber nicht auf Kosten der Raumtemperatur, die
ja jetzt angestiegen ist, wieder auf die Ausgangstemperatur des ersten
erwärmen. Dahinter steckt das Gesetz der Entropie, das besagt, dass
es ohne Energieaufwand nicht möglich ist Energie von einem kalten
zu einem warmen Körper zu transportieren.
Was in der Wärmetechnik also vorerst noch unmöglich ist,
funktioniert in der Mechanik und Elektrotechnik sehr wohl. Aber auch dort
ist es auch nicht selbstverständlich, dass ein Bauteil einem anderen
die komplette Energie entzieht. Das ist nur mit einer ganz bestimmten Kombinationen
von Energiespeichern möglich. Denn es funktioniert nur mit zwei Schwingkreisen,
die auf gleiche Resonanzfrequenz abgestimmt und nur lose miteinander gekoppelt
sind. Das ist vergleichbar mit dem Teslatrafo, bei dem ebenfalls eine Pendelschwingung
zwischen Primär- und Sekundärspule auftritt.
Ein Schwingkreis ist demnach in der Lage, einem anderen die komplette
Energie zu entziehen.
Werden zwei unterschiedlich schwere Pendel verwendet, dann entspricht dieses
System im Wesentlichen einem Teslatrafo der Primärkreis
ist mit dem schweren Pendel zu vergleichen. Nehmen wir an, das schwere
Pendel wird angestoßen. Es kann dabei sehr viel Energie aufnehmen
und muss diese vollständig an das leichte Pendel abgeben, da dies
die Resonanz so fordert. Das leichte Pendel muss also eine viel größere
Energiemenge aufnehmen, als bei Verwendung von gleich schweren Pendeln.
Das leichte Pendel hat nur eine einzige Möglichkeit die große
Energiemenge aus dem schweren Pendel aufzunehmen. Es muss seine Amplitude
vergrößern. Das leichte Pendel schlägt jetzt viel weiter
aus, als vorher das schwere angestoßen wurde. Es erfolgt also durch
geschickte Ausnutzung der Resonanz eine Transformation der Amplitude, was
mit der Spannungstransformation beim Teslatrafo
verglichen werden kann.
In diesem Video ist im Zeitraffer (5-fache Geschwindigkeit) der Ausgleichsvorgang
mit zwei unterschiedlich schweren Pendeln zu sehen. Zu Beginn ist alle Energie
auf dem großen Pendel. Es schwingt mit relativ kleiner Amplitude.
Am Ende ist das große zur Ruhe gekommen, alle Energie ist auf das
kleine Pendel übertragen, so dass es jetzt mit viel größerer
Amplitude schwingt.
Die Art der Kopplung ist für den Ausgleich ganz wesentlich. Um da
etwas Klarheit zu schaffen, habe ich den gleichen Versuch mit einer starren
Welle aufgebaut. Als Kopplung zwischen den Pendeln dient nur die Reibung
von zwei Lagern mit Dichtringen. Das Ergebnis dieses Versuches ist so,
wie es die Wärmelehre vorschreibt. Wird ein Pendel angestoßen,
so nimmt es das zweite langsam mit, bis sie sich schließlich parallel
mit halber Amplitude bewegen. Dann gibt es keine Reibung mehr zwischen
den beiden Lagern und sie schwingen in dieser Lage aus. Die Energie des
einen Pendels teilt sich also gleichmäßig auf beide auf und
das kann in diesem System auch nicht mehr rückgängig gemacht
werden. Es tritt hierbei keine Pendelschwingung auf !
Bei der Kopplung mit dem etwas undefinierbaren Seil ist das dagegen
ganz anders. Es wird immer eine leichte Phasenverschiebung zwischen den
beiden Pendeln aufrechterhalten. Dadurch ist es möglich, dass der
Ausgleichsvorgang über sein Ziel "hinausschießen" kann und dem
Pendel mehr als die Hälfte der Energie entziehen kann.
Die lose Kopplung ist hierbei ganz wichtig. Je näher die Pendel
aneinander gebracht werden, umso schneller schwingt die Energie zwischen
den Pendeln hin und her.
Die magnetische Kopplung von Schwingkreisen (beim Teslatrafo) ist also
eher mit dem undefinierten Seil zu vergleichen, als mit der Kopplung durch
Reibung.
Das Ganze funktioniert natürlich auch nur, wenn die beiden Pendel annähernd gleich lang sind, also gleiche Resonanzfrequenz haben. Anderenfalls kann das stehende Pendel durch die rhythmischen Bewegungen des Seils nicht in Schwingung versetzt werden.
Die Pendel, sowie die Schwingkreise haben noch einiges an ungeklärten
Phänomenen in sich. Das zeigt sich doch schon bei der Tatsache, dass
selbst innerhalb eines einzelnen Schwingkreises immer die komplette Energie
hin und her schwingt. Das ist schon so alltäglich, dass wir gar nicht
mehr bemerken, dass es dem Grundprinzip der Zerstreuung, dem Chaos in der
Natur widerspricht.
Schwingkreise scheinen Energie richtiggehend anzuziehen. Das zeigt
sich am schönsten bei der Übertragung von elektromagnetischen
Wellen. Ohne Schwingkreis geht im Empfänger gar nichts. Nur durch
die Verwendung eines solchen sieht es plötzlich so aus, als würde
der Sender um ein Vielfaches stärker stahlen. Man könnte sagen,
der Schwingkreis im Empfänger zieht die Energie des Senders an.
| Die gekoppelten Pendel finden sich auch in diesem Buch, wo versucht wird, durch Grundlagenexperimente und neue theoretische Ansätze mehr Licht in das Thema der Freien Energie zu bringen. Nähere Informationen zum Buch. | ||
|---|---|---|
| Titel: | Grundlagen und Praxis der Freien Energie Alternative Theorien und interessante Experimente |
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| Autoren: | Harald Chmela und Wolfgang Wiedergut | |
| Verlag: | Erschienen im August 2004 im Franzis Verlag | |
| ISBN Nr.: | 3-7723-4400-3 | |