Die Uhr der Mayas

In anderen Kulturen tickten auch die Uhren anders. Zum Beispiel hatten die Mayas nicht nur einen Kalender, der auf einer 13er Struktur aufbaute, sondern auch ein eigenes Zeitsystem Tages. Mit Hilfe des zur Verfügung gestellten Programms kann die Funktionsweise verdeutlicht werden.



Für alle, die andere Kulturen und andere Ziffernsysteme faszinieren, kommt hier eine kurze Erklärung.

Aufbau der Mayauhr (Ziffernblatt)

Der Tag der Mayas besteht aus zwanzig Stunden, welche je zweiundfünfzig Minuten haben. Jede dieser Minuten sind zweiundsiebzig Sekunden lang. Die Uhr der Mayas ist mit unserem Zeitsystem um Null Uhr synchronisiert. Wenn es bei uns Mitternacht ist (0:00:00), so ist es bei den Mayas die Erste Stunde, die erste Minute und die erste Sekunde (1:01:01), da die Mayas keine Null (in unserem Sinn) kannten.
Weiters ist zu beachten, dass eine Mayasekunde ungleich lang einer Sekunde in unserem Zeitsystem ist. Das kann man ganz einfach nachrechnen, indem man die Sekunden eines Tages bestimmt:
 
 
Stunden
Minuten
Sekunden
Rechnung
Sekunden pro Tag
24 Stundensystem
24
60
60
24*60*60
86400
System der Mayas
20
52
72
20*52*72
74880

Man sieht also, dass der Mayatag weniger Sekunden hat, was dazu führt, dass jede Sekunde einfach länger wird, um den gesamten Tag ausfüllen zu können. Rechnet man das nach, kommt man darauf, dass eine Mayasekunde um 15% länger ist als eine moderne, standardisierte Sekunde. Noch schwerer ist es, die Mayazeit auf die PC-Uhr zu synchronisieren. Um den Takt ermitteln zu können, muss man die Sekundensynchronizitäten suchen. Dies kann mittels einer Primfaktorzerlegung erreicht werden:
 
 
Stunden
Minuten
Sekunden
Tag
24 Stundensystem
 24
 60
 60
86400 
Primfaktoren
2^3*3^1
2^2*3^1*5^1
2^2*3^1*5^1
2^7*3^3*5^2
System der Mayas
20
52
72
74880
Primfaktoren
2^2*5^1
2^2*13^1
2^3*3^2
2^7*3^2*5^1*13^1

Nach der Primfaktorzerlegung kürzt man alle Faktoren weg, die gleich sind (die in beiden Termen enthalten sind). Hier ist das 2^7*3^2*5^1 (=5760). Nun kommt, wenn man die jeweiligen Tagessekunden dividiert bei der Mayauhr 13 und bei unserer Zeitrechung 15 heraus. Das heißt, dass jede dreizehnte Mayasekunde oder jede fünfzehnte normale  Sekunde beider Zeitsysteme synchron sind. Daraus kann man auch den prozentuellen Unterschied berechnen.

Genau diese Synchronizität macht sich das Programm zu nutze und leitet daraus den Mayatakt ab. Das kann allerdings nur dann erfolgen, wenn man eine eigene Zeitnormale programmiert. Es gibt vielleicht noch andere Wege, doch ich habe diesen gewählt, da er ressourcenschonend ist. Die neue Zeitnormale muss sich allerdings erst kalibrieren, was zwischen 45 und 60 Sekunden (normaler Zeit) dauert. Während dieser Zeit springen die Sekunden der Mayauhr und sind eigentlich so lang, wie Standartsekunden. Danach ist das Zeitnormal aufgebaut und ein (OK) macht das erkennbar. Im Programm kann es trotzdem zu Gleichlauffehlern von +/- 1 Sekunde kommen. Das ist rechnerabhängig und tritt verstärkt bei starker Belastung auf.

Weiters ist zu beachten, dass die Sekundenzeiger die kürzesten und die Stundenzeiger die längsten sind. Die Uhr läuft gegen den Uhrzeigersinn.
Weiters kann man die Qualität des Tages, der Stunde, der Minute, ja sogar der Sekunde ableiten. Das überlässt der Autor allerdings geschulten Esoterikern, Archäologen oder anderen aufgeschlossenen Menschen. Der Autor hat diese Uhr aus Freude an der Mathematik programmiert und um vielleicht jemanden anzuspornen, so eine Uhr zu bauen, die man an die Wand hängen kann.

Hier ein Screenshot, wie das Uhrenprogramm aussieht:

Aufbau der Mayauhr (Ziffernblatt)


Download von Mayauhr.exe

Der Autor übernimmt keine Haftung, für irgendwelche vom Programm verursachten Schäden und Fehler. Mayauhr ist Freeware, was aber nicht heißt, dass sich der Autor über eine kleine Aufmerksamkeit nicht freuen würde. Dieses Programm ist meinen Freunden Wolfgang Wiedergut, Kamala und der Arbeitsgemeinschaft BINDU zur Erforschung Freier Energie gewidmet. Vielen Dank an Harald Chmela für seine tatkräftige technische Unterstützung. 

Für Anregungen und Verbesserungen bitte  an Ing. Richard Smetana.

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