Das fast schon legendäre US-Patent von T.T.Brown,
US
2,949,550 "Electrokinetic Apparatus",
ist schon seit vielen Jahren bekannt und hat vor allem wegen der dort abgebildeten
UFO-förmigen Fluggeräte immer wieder für Aufsehen gesorgt.
Erst in der letzten Zeit hat es verstärkt Nachbauten auf diesem Gebiet
gegeben. Im Internet findet man unzähliger solcher Geräte, die
sich meist "Lifter" nennen.

So habe ich mich auch daran gemacht und eine dreieckige Version eines
solchen Lifters gebaut. Er wurde aus Plastik-Strohhalmen gefertigt, um das
Gewicht möglichst gering zu halten.

Gemäß dieser Zeichnung einer Seite, wird mit nur einem Strohhalm
als Träger ein Dreieck gefertigt und an beiden Seiten mit einem 0,12mm
dicken Lackdraht bespannt.

Über den Träger und den unteren Draht wird dann eine Alufolie
gespannt. Um Gewicht zu sparen, nur auf der Außenseite. Die Folie wird
am Träger und am Draht mit je einem umgeschlagenen Saum von 1cm Breite
befestigt. Das Gesamtgewicht inklusive Versorgungsdrähte beträgt nur 3g !
Versuche

Für den Betrieb muss die Zuführung der positiven Hochspannung an
den oberen Draht so geführt werden, dass es zu keinem Überschlag
kommt. Dazu wurde hier ein Kunststoffrohr verwendet. Am anderen Bein erfolgt
der Masseanschluss ebenfalls über einen 0,12mm Lackdraht und am dritten
Bein wird ein Faden verwendet, um das Gerät während des Fluges
zu stabilisieren.
Die Versorgung übernimmt das
40kV Labornetzgerät.
Bei einer Spannung von etwa 25kV beginnt das Gerät abzuheben und erreicht
einen stabilen Flug bei etwa 30kV. Dabei fließt ein Strom von immerhin
500µA, was einer Leistungsaufnahme von 15W entspricht.

Wie im Video deutlich zu hören ist, kommt es beim Hochfahren der Spannung
zu sehr starken Sprühentladungen, die im Betrieb in der Umgebung alles
elektrostatisch Aufladen. Der dabei erzeugte Ionenwind
führt zu einer merklichen Luftströmung unterhalb des Gerätes.
Wird die Spannung ausgeschaltet, fällt es augenblicklich herunter.
Erklärung Der eigentliche
Antriebseffekt, der im Patent beschrieben wird, kommt nicht ausschließlich
von dem Ionenwind. Er sei vielmehr eine zusätzliche Kraft, die durch
das Verteilen von Ladungen im Raum entsteht. Er entsteht durch die Sprühentladung
an unterschiedlich großen Flächen. Die in der Luft verteilten Ladungen
bilden dann sozusagen denn Anker, gegen den sich das Gerät abstößt.
Bei diesem kleinen Modell war es mir nicht möglich, eine Unterscheidung
zu treffen was Ionenwind ist und was darüber hinaus geht. Das Modell
ist einfach so leicht, dass es durchaus nur durch die Luftströmung gehoben
werden kann. Auch die verbrauchte Leistung ist sehr hoch und mit einer konventionellen
Luftschraube kommt man sicherlich auf eine geringere Leistung.
Den Ionenwind könnte man im
Hochvakuum unter einer
Vakuumglocke ausschließen, dadurch
würde aber auch der Stromfluss, wie bei einem Vakuumkondensator, und
somit auch der Ladungstrasportmechanismus unterbrochen werden, der laut Patent
aber wichtig ist. Man könnte einen Stromfluss dann wieder mit einer Glühkathode, wie bei der
Röntgenröhre,
erreichen. Bei so hohen Spannungen käme es dann aber zwangsweise auch
zur Erzeugung von Röntgenstrahlen und vor allem haben die Elektronen
im Hochvakuum keine Möglichkeit einen trägen Polster zu bilden,
auf den das Gerät aufsetzen kann.
Interessant wäre auch noch zu testen, wie weit die
Trägheit von Körpern innerhalb des Kraftfeldes verändert wird, was ja auch immer wieder behauptet wird.
So wird wohl ein solcher Lifter nicht im Weltraum funktionieren
können. Viel interessanter halte ich in diesem Zusammenhang das
Patent US 3,187,206
von T.T.Brown, das reine Festkörper benutzt, um einen gravitiven
Effekt hervorzurufen. Leider hat mein Experiment zum sogenannten
Biefeld-Brown-Effekt nichts ergeben.
Anmerkung zum Wesen der Gravitation:
Bei den Überlegungen zur Elektrogravitation, sowie bei Versuchen zur
Gravitationsabschirmung und auch bei allen Geräten zur Nutzung der
Trägheit
sollte man ein grundlegendes Verhalten der Gravitation nie aus den
Augen verlieren. Die Wirkung der Gravitation wird immer in Form einer
Beschleunigung beschrieben, weshalb man zu ihr ja auch
Erdbeschleunigung oder Fallbeschleunigung sagt. Die Gravitationkraft
ist Ausdruck dieser fortwährenden Beschleunigung, die alle Massen
nach unten, in Richtung Erdmittelpunkt, drückt.
Wir merken schon, dass dies wohl nur eine idealisierte
Modellvorstellung sein kann. Denn wie soll man sich eine ständig
beschleunigende Bewegung der Erdoberfläche
nach außen, weg vom Erdmittelpunkt vorstellen ? Denn nur eine solche kann eine
nach innen gerichtete Trägheitskraft hervorrufen.
Zum einen zeigt diese Überlegung wie wenig wir wirklich über
die Gravitation wissen, zum anderen aber bringt sie auch etwas Licht in
das Wesen der Gravitation. Egal wie sie letztendlich auch wirken mag,
in ihr gibt es eindeutig eine nach außen gerichtete Komponente.
Das mag auch eine Erklärung für die oft unverstandenen
Experimente mit langen Pendeln sein, die sich entgegen der Theorie
nicht zum Zentrum der Erde hin ausrichten, sondern zu einem Punkt
irgendwo weit außerhalb der Erdatmosphäre.
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