GIT-Gyroscopic Inertial Thruster
G.I.T. Ein GIT ist ein Gerät, dass eine Vortriebskraft ohne physikalische Wechselwirkung mit der Umgebung erzeugen soll. Es besteht aus einer Kugel, die auf einer Bahn mit nicht konstanter Breite im Kreis läuft. Dadurch ändert sich auch ihre Rotation um die eigene Achse. Es wird also innerhalb eines Umlaufs immer Energie von der Kreisbewegung in die Rotationsbewegung und wieder zurück übertragen (Wichtig ist dabei, dass die Kugel entlang der Bahn abrollt und nicht gleitet.).  Dadurch soll eine Vortriebskraft in Richtung des geringsten Laufbahnabstandes entstehen.
Zum GIT habe ich zwei Patente am Patentserver gefunden. Es sind dies die Patente US 5,488,877 und US 3,968,700.

Experimente mit diesem Modell
Bei dem ersten Test hatte ich auch den Eindruck, dass es wirklich so funktioniert wie oben beschrieben. Das Problem ist nur, dass mit einer Kugel eine sehr große Unwucht erzeugt wird. Und so hoppelt das Gerät auf der Tischplatte herum, stößt sich an diversen Teilen, und bewegt sich dann in irgendeine Richtung. Diese Effekte sind mehr auf Reibung als auf eine Krafterzeugung zurückzuführen.

Der Handantrieb:
Dieses Experiment lässt sich auch schon ohne Motor in der Bauphase durchführen. Legt man die Kugel in die Bahn, so kann man durch Drehbewegungen die Kugel auch in der Kreisbahn zum Umlauf bringen. Dabei tritt ein sehr seltsamer Effekt auf. Hält man das Modell so, dass der große Laufbahnabstand nach oben zeigt, so ist des relativ schwierig, die Kugel in Bewegung zu halten. Man muss sehr schnelle und kraftvolle Bewegungen ausführen, damit die Kugel nicht aus der Bahn fällt. Dreht man jedoch das Modell um 180°, so dass die schmale Laufbahn nach oben zeigt, rotiert die Kugel fast von selbst. Der Unterschied in den beiden Bewegungen ist so groß, dass man wirklich den Eindruck hat, hier wird irgendwo her Energie gewonnen. Die Kugel läuft sogar leichter als auf einer Bahn mit konstantem Abstand. Es sieht so aus, als würde die Vortriebskraft nicht aus der zugeführten Energie gewonnen.

Das Schwimmexperiment
Schwimm G.I.T.Um zu testen, ob wirklich eine Kraft in einer Richtung erzeugt wird, wurde das Modell auf eine Holzplatte und ein Stück Styropor aufgebaut. Die Stromversorgung übernimmt jetzt ein 4,8V Akku, um Einflüsse durch Leitungen zu vermeiden.
Im Wasser erzeugte diese Anordnung eine Menge Wellen und drehte sich dann langsam im Kreis (viel Wellen um nichts). Es sieht so aus, als würde nur ein Drehmoment von der Kugel auf den Schwimmkörper übertragen, wodurch sich dieser dann zu drehen beginnt.
Ein zweiter Test wurde mit zusätzlichen Gewichten durchgeführt, welche die Unwucht etwas dämpfen sollen. Mit ca. 4kg Zusatzlast bildeten sich weniger Wellen, eine gezielte Bewegung in eine Richtung war jedoch auch hier nicht festzustellen.
Auffällig ist nur, dass beim zweiten Versuch die Kugel viel schneller rotierte, als beim ersten. Das kann man auch im Trockenen überprüfen. Wenn das GIT auf der Tischplatte hoppelt, rotiert die Kugel relativ langsam. Drückt  man das Modell aber fest auf den Boden, so dass es sich nicht bewegen kann, dann beschleunigt die Kugel und rotiert viel schneller.

Aufbau
Wichtig ist nur, wie schon oben erwähnt, dass die Kugel gut abrollt. Dazu habe ich die Kanten der Laufbahn mit selbstverschweißendem Klebeband umwickelt. Dieses besitzt eine gummiähnliche Konsistenz, so dass die Kugel darauf gut haftet. Da es aber sehr dick ist, entstehen auch beträchtliche Reibungsverluste, welche die Kugel bei längerem Betrieb stark erwärmen.

G.I.T. von obenAus der Vogelperspektive ist der Antriebsmechanismus etwas besser zu erkennen. Der Motor treibt direkt eine Kunststoffscheibe. Diese überträgt durch Reibung die Energie auf die Kugel, und sollte auch mit Gummi beschichtet sein. Die Antriebsscheibe ist so angeordnet, dass die Kugel immer nur dann einen Anstoß erhält, wenn sie sich in der Position des geringsten Bahnabstandes befindet. Es ist wichtig, dass sich die Kugel auf der übrigen Bahn frei vom Antrieb bewegen kann. Denn wenn ihr immer die Antriebsgeschwindigkeit aufgezwungen wird, kann sie nie ihre Rotationsgeschwindigkeit ändern. Solange die Kugel nicht so schnell rotiert, dass sie durch die Zentrifugalkraft in die Bahnen gedrückt wird, verhindert eine Kante auf der Antriebsscheibe ein Herausfallen der Kugel. Die Kante dient gleichzeitig zum Anfahren aus einer Lage außerhalb der Antriebszone.

Abmessungen
Die Abmessungen dürften eher unkritisch sein. Ich habe einfach Teile verwendet, die ich gerade zur Verfügung hatte. Eine große Kugel ist zu empfehlen, da dann eine größere Differenz in der Rotationsgeschwindigkeit erzeugt werden kann. Eine hohle Kugel würde auch noch etwas Gewicht einsparen, und die Unwucht vermindern. Solche Kugeln sind in dieser Größe aber sehr schwer zu beschaffen. Gummibälle eignen sich auch sehr gut, da man dann keine Gummibeschichtungen mehr benötigt. 
 
Laufbahnen: Zwei PVC-Kanalrohre mit einem Durchmesser von 160mm, 40mm Länge 
Schrägstellung: Kleinster Abstand der Laufkanten: 15mm, größter Abstand der Laufkanten:37mm
Kugel Stahlkugel mit 40mm Durchmesser 
Motor: 12V Gleichstrommotor, geschätzte Leistung 8W 
Antriebsscheibe:  Scheibe aus PTFE mit 85mm Durchmesser, 12mm Dicke 
Verbindungselemente: AL-Streifen 15mm breit, 1,5mm dick 

Die Rotation ist eine sehr eigenartige Bewegungsform. Sie ist in ihren Eigenschaften tief mit denen der Masse und Trägheit verwurzelt. Nicht alle Auswirkungen der Rotation sind restlos geklärt. Das zeigt die Kreisel-Seite mit den verschiedenen seltsamen Auswirkungen der Rotation.

Trägheit
Ich finde, es herrscht allgemein eine falsche Auffassung von Trägheit. Im Physikbuch steht, dass die Trägheit (engl. Inertia) die Fähigkeit eines Körpers ist, seine Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung ohne äußere Krafteinwirkung beizubehalten. Das ist das 1. Newton'sche Axiom und das lernt jeder Schüler in Physik, daher muss es wohl so sein.
Doch dieser Satz ist nur eine Feststellung, die nicht die wahren Zusammenhänge erklären kann. Wenn sie es versuchen, passiert folgendes: Was befähigt einen Körper dazu seine Geschwindigkeit und Richtung beizubehalten ? - Die Trägheit natürlich ! - Und was ist die Trägheit ? - Die Fähigkeit eines Körpers, seine Geschwindigkeit und Richtung..... Das ist ein gedanklicher Kurzschluss, der eigentlich nicht unserem logischen Denken entspricht !

Bei den Betrachtungen von trägen Massen geht es letztendlich und ein Phänomen der Energiespeicherung. Beschleunigt man einen Körper, so nimmt er die Energie des Antriebes auf, bremst man ihn ab, so gibt er diese Energie wieder frei. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass man wegen der quadratischen Beziehung zwischen Geschwindigkeit und Bewegungsenergie bei einem schnellen Körper mehr Energie braucht, als bei einem langsamen, um beide jeweils um den gleichen Geschwindigkeitsbetrag zu beschleunigen, aber das nur so am Rande.
Damit beim Beschleunigen Energie umgesetzt werden kann, muss klarerweise eine Kraft wirken, die Trägheitskraft eben. Doch wogegen stützt sich diese Kraft ab ? Wenn wir Gegenstände auf der Erde beschleunigen, haben wir immer die riesige Masse der Erde als Gegenpol, welche die Gegenkraft anstandslos aufnimmt, ohne ihre Geschwindigkeit messbar zu verändern. Doch das kann nur gehen, wenn sich die Massen ihrerseits wiederum gegen den Hintergrund abstützen und sozusagen eine äußere Brücke für die Gegenkraft bilden. Jede Kraft, bedingt eine gleich große Gegenkraft, das ist auch ein Newtonsches Axiom, aber wogegen wirkt sie im Falle der Trägheit ?

Viele denken, die Trägheit kommt durch die Gravitation zustande. Wenn dem so währe, müsste unter Schwerelosigkeit auch die Trägheit verloren gehen. Dem ist aber nicht so. Ein Raumfahrer im Weltall muss sich auch mit Kraft von der Wand des Raumschiffs abstossen, um sich in Bewegung zu setzen. Auch Raketen im freien Raum benötigen Antriebsleistung, um zu beschleunigen und das Rückstoßprinzip würde ohne Trägheit gar nicht funktionieren. Wenn nämlich, die aus der Düse ausgestoßenen Gase, trägheitslos davonfliegen würden, käme das Raumschiff gar nicht von der Stelle. Die Antriebsenergie wird also einerseits in der trägen Masse des Raumschiffes und andererseits in der trägen Masse der ausgestoßenen, schnell fliegenden, Treibstoffteilchen gespeichert. Beide bewegen sich in entgegengesetzter Richtung auseinander. Das Raumschiff macht sich also also nur die Massenträgheit des Treibstoffs zunutze, um sich davon abzustoßen. Das ist eigentlich ein sehr uneffizientes Verfahren, man kann nur versuchen, dem ausgestoßenen Treibstoff eine möglichst hohe Geschwindigkeit mitzugeben, damit nur eine geringe Masse verbrannt und vor allem ja auch mitgeführt werden muss.

Es stellen sich jetzt zwei Fragen: Einerseits, woraus besteht dieser Hintergrund, der für alle Trägheiten die Referenz bildet und andererseits, wie die Kraftwirkung zu den Massen übertragen wird. Letztere könnte man noch relativ einfach mit einem Feldbegriff erklären, wie das beim elektrischen und magnetischen Feld üblich ist. Ich möchte hier einmal von einem Trägheitsfeld sprechen, auch wenn es diesen Begriff bis jetzt noch nicht in der Physik gibt. In diesem Zusammenhang denke ich auch, dass es möglich ist, ein solches Feld künstlich aufzubauen, wie das vielleicht beim Biefeld-Brown-Effekt geschieht, der die Trägheit und die Gravitation beeinflussen oder sogar aufheben kann.

Das Zusammenspiel von Trägheit und Gravitation im freien Raum ist aus der Astronomie gut bekannt. Die Trägheit der Massen führt dazu, dass sich Objekte in kreisförmigen Bahnen um einen Gravitationspol herumbewegen und in den meisten Fällen eine stabile Lage einnehmen, bei der sich die Fliehkraft (=Trägheitskraft) und die Gravitationskraft die Waage halten. In einem trägheitslosen Universum würden alle Massen sehr schnell in sich zusammen stürzen. Trägheit und Gravitation sind Energiespeicher für Bewegungs- bzw. Lageenergie. Es bietet sich ein Vergleich mit der Elektrotechnik an. Das Anheben eines Körpers im Gravitationsfeld kann mit dem Laden eines Kondensators vergleichen werden, ebenso wie das Beschleunigen eines Körpers mit der Energiezufuhr an eine Induktivität verglichen werden kann. Trägheit und Gravitation stehen demnach in einem ähnlich gegensätzlichen Verhältnis zueinander, wie Spule und Kondensator. Aus der Elektrotechnik ist bekannt, dass ein System aus Spule und Kondensator zu Schwingungen fähig ist. Mann könnte daher sagen, die Kreisbahnen von Massen im Universum sind nichts anderes, als die Schwingung, welche in dem System zwischen Bewegungs- und Lageenergie entsteht. Das zeigt in etwa, wie mit Trägheit und Gravitation umzugehen ist. Sie sind beide grundsätzlich verschieden, haben aber eine gemeinsame Ursache.

Wie aus dem Gedankenexperiment auf der Kreisel-Seite mit der Frage "Was dreht sich wirklich" hervorgeht, besitzt jede Bewegung einen absoluten Bezugspunkt, der durch die Summe aller Massen im Universum gebildet wird. Haben wir einen Körper im völlig freien Raum, so können wir weder seine Geschwindigkeit, noch irgendeine Geschwindigkeitsänderung angeben, die eine Beschleunigung bedeuten würde. Es geht sogar soweit, dass wir den Körper nicht einmal mehr beschleunigen könnten, weil die Kräfte z.B. eines Triebwerkes keinen Rückstoß mehr auf die ruhenden Massen haben. Das Trägheitsfeld, als Übermittler dieses Bezuges, muss demnach von allen Massen im Universum gemeinsam erzeugt werden.


Machs Prinzip

Der österreichische Physiker Ernst Mach (1838-1916), der vor allem durch die Definition der Schallgeschwindigkeit als Mach 1 bekannt wurde, hat das Problem der Referenz für die Trägheit näher beschrieben. Es ist als Machs Prinzip (engl. Machs Prinziple) in der Physik bekannt. Mach gilt in diesem Zusammenhang als Vorreiter und Mitbegründer der Relativitätstheorie, obwohl seine Theorie dort nicht verankert ist.
Einen Beweis für seine Theorie würde folgendes Experiment bringen: Ein Pendel wird am Nordpol (oder Südpol) der Erde installiert. Es wird von der Ruhemasse des Universums in einer stationären Bahn gehalten und die Erde dreht sich unter ihm weg. Das Pendel wird also in 24 Stunden einen Kreis auf die Erdoberfläche zeichnen. Jetzt ist aber auch die Erde mit ihrer Masse Teil der gesamten Ruhemasse des Universums. Es wird sich demnach das Bezugsystem für das Pendel um einen gewissen Betrag in Richtung der Erdrotation mitdrehen. Für den Beobachter auf der Erde bleibt das Pendel dann innerhalb von 24 Stunden hinter dem vollständigen Kreis zurück, da sich die Pendelebene zum Teil mit der Erde mitbewegt hat. Dieser Versuche würde die Richtigkeit von Machs Theorie beweisen, wird aber vermutlich wegen der viel zu geringen Masse der Erde im Vergleich zum Universum nicht nachweisbar sein, außer man unterstellt eine gewisse Entfernungsabhängigkeit der Wirkung, dann könnte es sehr wohl gehen. Damit ergebe sich auch der interessante Fall, dass an anderen Punkten im Universum durchaus auch eine andere Trägheit herrschen könnte.
Durch die Trägheitsreferenz bekommt auch die Relativität der Zeit eine ganz neue Bedeutung. Denn alle unsere Zeitmesssysteme beruhen auf Massen, die schwingen, sich also bewegen und zugleich Bestandteil der gesamten Ruhemasse sind. Eine Pendeluhr mit hinreichend großen Pendel müßte also schneller gehen, weil das schwingende Pendel einen Teil seiner eigenen Trägheit selbst aufhebt.


Allgemein wird eine Trägheitskraft immer als Reaktion auf eine Beschleunigung angesehen, vielmehr ist es aber eine Reaktion auf die Beschleunigug gegen die Summe aller ruhenden Massen im Universum. Hinter dem was in der Physik als F=m*a beschrieben, damit aber nicht erklärt wird (einfach unglaublich wie wenig das aussagt), steckt also viel mehr. Das Trägheitsfeld, das sozusagen als überdimensionaler Energiepool dient, muss die Energie aufnehmen, mit der man einen Körper beschleunigt und im Falle des Abbremsens wieder zurück geben. Jetzt frage ich mich aber, wenn es möglich ist, Energie in dieses Feld hinein zu stecken und zu 100% wieder zurückzugewinnen, dann muss es auch möglich sein, Energie aus ihm heraus zu bekommen und zwar auf Kosten der Gesamtenergie aller Massen und ohne vorher etwas aufgewendet zu haben. Das ist eine Erklärung für das Funktionieren vieler Freier Energie Maschinen auf Trägheitsbasis und vielleicht auch für das Kugelexperiment.

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