Feuer und Feuermachen

Feuer Das Feuer und die Verbrennung spielt in unserem Leben eine entscheidende Rolle. Es ist immer noch der Vorgang Nummer Eins, wenn es um Energiegewinnung bzw. Nutzbarmachung geht. Selbst unsere gesamte Elektrifizierung baut zum Großteil auf Wärmekraftwerke oder Atomkraftwerke, in denen die Energie noch dazu sehr ineffektiv genutzt wird. Wobei die Atomkraft sozusagen eine Verbrennung auf atomarer Ebene darstellt, was wohl das Schlimmste ist, was man tun kann, nämlich die Materie, aus der auch wir bestehen, in ihrer Grundstruktur zu verbrennen.

Wärme-KW Ein Wärmekraftwerk gilt wohl als ein Symbol moderner Ingenieurskunst, die es möglich gemacht hat, die Verbrennungsenergie aus Öl, Kohle, Erdgas oder eben auch aus Uran in Elektrizität umzuwandeln. Doch die Methode, nach der das passiert, geht in die "Steinzeit" der Technik zurück.

Wilesco Der gute James Watt, der durch die Erfindung der Dampfmaschine zum ersten Mal Verbrennungsenergie nutzbar machte, ist auch heute noch das Vorbild für unsere Kraftwerke.

Was tun wir eigentlich in so einem Kraftwerk ?
Wir nehmen Wasser, einen Stoff mit einem sehr hohen Wärmespeichervermögen, und verdampfen es. Durch die Volumensausdehnung beim Verdampfen entsteht im Kessel Druck, der letztendlich in einer Turbine abgearbeitet wird. Die Dampfmaschine ist hier nur durch die Turbine ersetzt, der Rest ist "Steinzeit". Der entspannte Dampf ist danach wertlos, obwohl immer noch Dampf, muss er in einem Kondensator wieder verflüssigt werden, um ihn als Wasser erneut nutzen zu können. Dabei gehen enorme Energiemengen ungenutzt verloren.
Nur die Volumensdifferenz zwischen Flüssigkeit und Dampf ist das, was genutzt werden kann. Der Trick ist doch nur der, dass die Kesselspeisepumpe weniger an flüssigem Medium in den Kessel hineinfördern muss, als an Dampf schließlich herauskommt. Ein Großteil der Wärmeenergie, die das Wasser während der Verdampfung aufgenommen hat, muss im Kondensator wieder abgegeben werden.
Also wirklich ein steinzeitlicher Prozess, hinsichtlich der Ausnutzung der Energie. Es ist doch wahnwitzig, wenn jeder zu Hause Energiesparlampen einsetzt, um einige Wattstunden an Energie zu sparen, wenn bei der Erzeugung riesige Mengen einfach so in Flüsse und Umgebung verheizt werden. Auch die Entwicklung immer effizienterer Elektrogeräte hat wenig Sinn, vielmehr sollte man sich nach Alternativen bei der Energieerzeugung umsehen. Siehe selbstlaufende Wärmepumpe.

Die übergebührende Nutzung der Verbrennung hat uns ja zu all den Umweltproblemen geführt, mit denen wir heute konfrontiert sind. Mit ein Grund dafür ist der extrem leichte Zugang zur Verbrennung. Wenn sie sich heute in ein Auto setzen, so ist es für sie ein Leichtes, innerhalb von wenigen Sekunden einen Verbrennungsvorgang zu starten, abgesehen davon, das Auto funktioniert auch wirklich auf Verbrennungsbasis. Doch kein noch so ausgefeilter und hochgezüchteter Motor kann darüber hinwegtäuschen, dass die Verbrennung immer noch aus der Steinzeit stammt. Ich wage jetzt einmal zu unterstellen, dass die Menschen in der Steinzeit weit mehr über die Problematik des Feuermachens wussten, als wir heute. Es war damals nämlich nichts so selbstverständlich, dass Feuer einfach so per Knopfdruck immer und überall zur Verfügung stand. Nicht zuletzt feuchtes Wetter kann sehr leicht eine Verbrennung verhindern.

Für die Verbrennung spricht die Tatsache, dass auch lebende Organismen aus der Verbrennung von Stoffen ihre Energie gewinnen. Unsere Körpertemperatur, die über der Umgebungstemperatur liegt beweist das. Doch dieser Vorgang läuft etwas anders ab als eine Verbrennung im technischen Sinn. Es ist zu bedenken, dass Lebewesen zum Großteil aus Wasser bestehen. Welches Feuer verträgt sich schon mit Wasser ?
So wird auch der Energieinhalt, unserer Nahrung, wie ich finde, auf unpassende Weise gemessen. Es wird dazu das Nahrungsmittel völlig ausgetrocknet und zu einem feinen Pulver vermahlen. Dieses wird dann anschließend in einer reinen Sauerstoffumgebung verbrannt. Die bei dieser explosionsartig ablaufenden Verbrennung freiwerdende Wärmeenergie wird gemessen und als kJ oder kcal auf die Verpackung gedruckt. Das ist eine sicher nicht ganz der Realität entsprechende Messmethode, wenn man bedenkt, wie der Körper die Nahrung umsetzt. Wer sich mit Luft- und Lichtnahrungsprozessen beschäftigt weiß, dass die Nahrung nicht die einzige Energiequelle ist.

Es ist aber gar nicht so leicht, die in uns ständig ablaufende Verbrennung sozusagen nach außen zu führen und damit ein Feuer zu entzünden. Ohne all die modernen Hilfsmittel wie Feuerzeug und Streichhölzer hat man eigentlich nur die Möglichkeit, durch schnelle Bewegungen genügend Reibungswärme zu erzeugen um damit leicht entzündliche Stoffe zur Verbrennung zu bringen und das hört sich viel leichter an, als es eigentlich ist.

Der Vorgang, der auch als Feuerbohren bekannt ist, benötigt folgende Teile:
 
Handholz: 1 Stück hartes Holz
Feuerholz: 1 Stück weiches Holz
Spindel:  1 runder, gerader Ast
Bogen: 1 biegsamer Ast und eine Schnur

Im Handholz und im Feuerholz wird mit einem Messer jeweils eine leichte Mulde ausgehöhlt, in welche die Spindel hineinpasst. Die Spindel kann an den Enden angespitzt werden, damit sie speziell im Handholz gut sitzt. Mit dem Feuerholz sollte sie hingegen eher eine große Reibfläche bilden. Dann wird die Spindel in die Schnur des Bogens mit einer Umdrehung eingeschlagen und in Hand- und Feuerholz eingesetzt. Durch rasches hin- und herziehen am Bogen erzeugt man eine schnelle Rotation der Spindel und durch die Reibung entstehen im Feuerholz heiße Holzspäne. Diese sollte man dort sammeln. Dazu kann eine Kerbe in die Bohrung geschnitten werden, welche die Späne aufnimmt. Wenn alle einmal so richtig durch gewärmt ist, beginnt es irgendwann zu rauchen. Dann sollte man durch leichtes Blasen und Zugabe von leicht entzündlichen Stoffen wie z.B. getrocknetes Gras oder Moos ein Feuer entzünden können.

Bisher ist es mir noch nicht gelungen so Feuer zu machen. Das zeigt, wie schwer es ist den Standardvorgang der Energiegewinnung von den Grundzügen her in den Griff zu bekommen. Das Feuermachen ist eine Kunst, die wir heute schon wieder verlernt haben, obwohl wir Feuer täglich benutzen. Um wie viel schwerer werden wir uns da mit den noch nicht bekannten Energiequellen der Freien Energie tun, wo wir weder den "Brennstoff" kennen, noch genau wissen, wie wir ihn "entzünden" können. 

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