Der 100kW Transistor Sender

Gegen Ende des Jahres 2000 wurde auf der Sendeanlage Bisamberg ein neuer 100kW Sender installiert. Dieser ist als Ersatz für die alten 120kW Sender bestimmt. Er ist voll transistorisiert und luftgekühlt.
Dieser Sender war bis Ende des Jahres 2008 mit verminderter Leistung von 60kW in Betrieb und sendete täglich ab 18 Uhr. Seit 2009 ist der Sendebetrieb am Bisamberg eingestellt.
 
 

  1. Spannungsversorgung: Hier wird keine Hochspannung mehr verwendet. Der Sender arbeitet mit 300V Gleichspannung. Links unten der Gleichrichter, rechts die Glättungsdrossel.
  2. Drehstromtrafo: Er dient für die Versorgung des Gleichrichters. Der Sender ist direkt an das 400V Drehstromnetz angeschossen. Rechts oben der Hauptschalter.

 
  1. HF-Stufe: Eine der 80 Stufen liefert ca. 3kW Spitzenleistung, links der Ferritkern zur Leistungsauskopplung. Die aktiven Bauteile sind 8 Stück IRFP 460 in einer Vollbrückenschaltung, je 2 parallel.
  2. Combiner: Einer der 4 Combiner-Schränke von hinten. Durch die Ferritringe läuft der Innenleiter des HF-Kabels und summiert so alle Einzelleistungen auf. Im unteren Teil ein typischer Fall für eine Fehlerbehebung: 2 verbrannte Ferritringe.
  1. Combiner: Einer der 4 Combiner-Schränke von vorne. Die einzelnen Module werden über die Prozessorsteuerung je nach Modulation zugeschaltet. Um eine genügend feine Auflösung zu erreichen, gibt es je 2 Stufen mit 1/3, 1/9 und 1/27 der Nennleistung.
  2. Anpassung: Im Senderinneren befindet sich eine Transformationsschaltung, die den niederohmigen Combiner auf den 50Ohm Ausgang (rechts im Bild) anpasst. Mit den Al-Platten in den Spulen erfolgt die Feinabstimmung.

 
  1. HF-Filter: Dieses Filter ist dem Sender nachgeschaltet, um Nebenaussendungen zu unterdrücken. Die großen Spulen sind zur Kühlung mit Luft durchströmt. Rechts oben befindet sich der HF-Schalter zum Umschalten auf Kunstantennenbetrieb.
  2. Kunstantenne: Sie besteht aus Widerstandsmatten und ist ebenfalls luftgekühlt
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